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Hambühren Feuerwehr in Hambühren auf dem Prüfstand
Celler Land Hambühren Feuerwehr in Hambühren auf dem Prüfstand
15:38 22.03.2017
Von Simon Ziegler
Hambühren

HAMBÜHREN. Sogar eine Zusammenlegung der beiden Wehren in Hambühren und Oldau wird nicht ausgeschlossen. Alles wird in Erwägung gezogen. Denn das System der Brandbekämpfer soll wirtschaftlicher gestaltet werden. Bürgermeister Thomas Herbst rechnet aber nicht damit, dass es tatsächlich zu einer Fusion kommen wird. "Ich glaube, dass dann die Ausrück-Zeiten im Einsatzfall nicht eingehalten werden können", gibt der Verwaltungschef zu bedenken.

Das Planungsbüro BBS Gefahrenabwehrplanung GmbH aus Hamburg wird einen sogenannten Feuerwehrbedarfsplan erstellen. Den haben viele Kommunen, in Niedersachsen ist er aber nicht verpflichtend. Der Plan soll die simple Frage beantworten: Wie viel Feuerwehr braucht die Gemeinde Hambühren? Aus Sicht der Verwaltung und der beiden Ortsfeuerwehren ist es notwendig, einen Feuerwehrbedarfsplan für Hambühren aufzustellen – nicht zuletzt deshalb, weil auch über ein neues Feuerwehrgerätehaus nachgedacht wird.

Die Ortsfeuerwehr Hambühren hatte schon vor sieben Jahren aufgrund der beengten Platzverhältnisse am Wildpfad einen Antrag auf Modernisierung und Erweiterung der Immobilie gestellt. "Das Gebäude ist in die Jahre gekommen, es entspricht nicht mehr den Anforderungen. Die Feuerwehr platzt dort aus allen Nähten, so dass eine Containerlösung geschaffen werden musste", sagt Maren Bunge, Leiterin der Ordnungsabteilung im Rathaus. Nach Verwaltungsangaben geht eine grobe Schätzung von Kosten über knapp 1,6 Millionen Euro für eine Modernisierung des Gebäudes aus.

Dazu kommt, dass es nur eine Umkleidekabine gibt. Als zeitgemäß gilt heute, dass getrennte Kabinen für Frauen und Männer vorgehalten werden. Schließlich will man in Zeiten personeller Engpässe bei der Feuerwehr auch für Frauen attraktiv sein.

Das Hamburger Planungsbüro ist derzeit dabei, Daten zu erheben. Bis Ende des Jahres sollen Ergebnisse vorliegen, sagte Bunge. Danach soll entschieden werden, wie es in Sachen Feuerwehr in Hambühren weitergeht.

Im künftigen Feuerwehrbedarfsplan soll auch ein "Schutzziel" stehen. Die Politik verständigte sich jetzt im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung darauf, dass in 90 Prozent der Fälle die ersten Feuerwehrleute spätestens nach zehn Minuten am Einsatzort eintreffen sollen. "Das geht meiner Meinung nach nur, wenn die Feuerwehr dezentral stationiert ist", sagt der Hambührener Ortsbrandmeister Carsten Kranz. "Eine zentrale Feuerwehr mitten in Ovelgönne würde keinen Sinn machen." Schließlich müssen die Feuerwehrleute, wenn es brennt, erst zum Feuerwehrgerätehaus kommen und von dort zum Einsatzort fahren.