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Hambühren Finanzierung für Hambührener Ganztagsschulen steht
Celler Land Hambühren Finanzierung für Hambührener Ganztagsschulen steht
17:47 13.12.2013
Von Simon Ziegler
Das fehlende Geld für die Ganztagsschulen in Hambühren soll zur Verfügung gestellt werden. Quelle: Peter Müller (Archiv)
Hambühren

HAMBÜHREN. Diese Aussprache dürfte den Charakter einer Krisensitzung gehabt haben. Fast eine Million Euro wird der Bau der beiden Ganztagsschulen in Hambühren und Ovelgönne mehr kosten. Vertreter des Ingenieurbüros „Müller und Nümann“ mussten am Dienstag im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss erklären, wie es zu den Kostensteigerungen kommen konnte.

Dem Vernehmen nach wurde mehrere Stunden getagt. Einsparungen sind wohl kaum noch möglich, da viele Aufträge bereits umgesetzt oder vergeben seien, heißt es. Kämmerer Dirk Seidler erklärte nach der Sitzung auf CZ-Anfrage, dass die fehlenden Mittel im Haushalt verankert werden sollen. 627.000 Euro müssen nochmals zur Verfügung gestellt worden. Der Rest des zusätzlich benötigten Geldes war bereits zuvor gebilligt worden.

Das heißt: die Schulen können fertiggebaut werden. Eine echte Alternative gab es ohnehin nicht, schließlich hat jeder in Hambühren ein Interesse daran, dass die Ganztagsschulen nach den Sommerferien an den Start gehen.

Die Politik hatte zuvor die enormen Kostensteigerungen scharf kritisiert. Als problematisch wurde zudem bezeichnet, dass der Gemeinderat spät über das wahre Ausmaß des Finanzbedarfs informiert worden sei.

Endgültig und öffentlich wird der Gemeinderat am kommenden Dienstag im Rahmen der Haushaltsberatung über die Finanzierung der beiden Schulen entscheiden. Dann wird es auch um die Steuerhebesätze der Gemeinde gehen. Bürgermeister Thomas Herbst hatte zunächst vorgeschlagen, die Sätze der Grundsteuern A und B sowie der Gewerbesteuer um 50 Punkte anzuheben, konnte sich damit aber nicht durchsetzen. Daraufhin hatte er angekündigt, der Politik neue Vorschläge zu unterbreiten. Er soll jetzt eine Erhöhung um 15 Punkte ins Spiel gebracht haben, doch auch diesem Vorschlag folgt die Politik nicht.

Damit gerät die Gemeinde in eine verzwickte Lage. Denn der Landkreis fordert von Hambühren Steuererhöhungen, weil die finanzielle Situation dies erforderlich mache. In Hambühren ist jetzt ein Arbeitskreis im Gespräch, der Wege erarbeiten soll, wie es in Sachen Haushaltskonsolidierung weitergehen könnte.

Die Ratssitzung beginnt am Dienstag, 17. Dezember, um 19 Uhr in Lüßmanns Hof. Verabschiedet wird Renate van Bargen (SPD), die ihr Mandat im Gemeinderat niedergelegt hat. Maik Blötz wird ihr Mandat übernehmen. Durch den Rückzug von van Bargen muss der stellvertretende Ratsvorsitzende neu gewählt werden. Auch in der CDU-Fraktion gibt es Veränderungen, Enriko Herbst wird das Gremium verlassen. Seinen Platz wird Jochen Jönsson übernehmen.