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Hambühren Fusion mit Celle: Hambührens Bürgermeister Herbst will Debatte beenden
Celler Land Hambühren Fusion mit Celle: Hambührens Bürgermeister Herbst will Debatte beenden
14:21 17.01.2014
Von Simon Ziegler
Thomas Herbst Quelle: Ralf Taschke
Hambühren

HAMBÜHREN. Die Diskussion über einen Zusammenschluss von Celle und Hambühren könnte demnächst beendet sein. Hambührens Bürgermeister Thomas Herbst hat angekündigt, in der Ratssitzung des Gemeinderates Ende Januar einen Antrag über die Fusion zur Abstimmung zu stellen. „Ich werde beantragen, dass wir den Grundsatzbeschluss fassen, dass sich die Gemeinde nicht mit dem Thema befasst“, sagte der Hambührener Verwaltungschef der CZ.

Er habe sich mit der Idee einer Fusion sehr lange beschäftigt, sei aber zu dem Schluss gekommen, dass Hambühren von einem Zusammenschluss überhaupt keine Vorteile habe. „Bevor das Thema jetzt noch weiter hochkocht, stelle ich mich offen gegen die Fusion“, sagte Herbst.

Sein Antrag hat wohl gute Chancen, im Gemeinderat eine Mehrheit zu finden. Nach der Unabhängigen Fortschrittlichen Offensive (UFO) haben sich nach einem Treffen am Montag auch die Grünen eindeutig positioniert. Die Fraktion werde dem Antrag von Herbst geschlossen zustimmen, sagte der Fraktionsvorsitzende Hans-Günter Deuschle. Politiker von CDU und FDP hatten in ersten Stellungnahmen die Fusionsüberlegungen ebenfalls kritisch bewertet. Einzig die Partei des Celler Oberbürgermeisters Dirk-Ulrich Mende, die SPD, hatte in Hambühren offen auf den Vorschlag aus dem Neuen Rathaus reagiert. „Ich habe die Hoffnung, dass mein Antrag im Rat auf Unterstützung stoßen wird“, sagte der parteilose Herbst. Sollte das Gremium ihm folgen, dürfte ein Zusammenschluss für die kommenden Jahre vom Tisch sein.

Der Hambührener Bürgermeister begründete seine Initiative damit, dass die Selbstständigkeit der Gemeinde ein hohes Gut sei. Außerdem wäre das Mitspracherecht Hambührens „im großen Celler Stadtrat“ stark eingeschränkt. Herbst geht zudem davon aus, dass in der Gemeinde langfristig die Steuersätze angehoben werden müssten, sollte man sich mit Celle verschmelzen.

Auch mit dem Thema einer Außenstelle der Celler Gesamtschule kann Mende bei seinem Amtskollegen in Hambühren in Sachen Fusion nicht punkten. Zwar habe die Idee, die aus dem Schulelternrat kam, Vorteile, weil es an der Versonstraße ein saniertes Gebäude gebe. Doch darum könne sich Hambühren auch ohne eine Fusion kümmern, zumal für die weiterführenden Schulen ohnehin der Landkreis zuständig ist.

Der Hambührener Gemeinderat wird sich am 30. Januar mit der Fusion befassen, eine „Aussprache“ über das Thema steht auf der Tagesordnung. Die Grünen wollen ihren eigenen Antrag, die Bürger über einen Anschluss an Celle abstimmen zu lassen, zurückziehen, sollte das Gremium dem Antrag von Herbst zustimmen, sich nicht mehr mit dem Thema zu befassen.