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Hambühren Hambühren: Kritik an Ärztezentrum
Celler Land Hambühren Hambühren: Kritik an Ärztezentrum
17:33 18.06.2012
Von Simon Ziegler
Gesundheitszentrum in Hamb¸hren Quelle: Peter M¸ller
Hambühren

HAMBÜHREN. In Hambühren wird Kritik am geplanten Gesundheitszentrum an der B214 laut. Bürger beschweren sich, dass nach Banken und Supermärkten erneut ein großes Dienstleistungszentrum seinen Sitz an der Bundesstraße und nicht an einem zentralen Ort in Hambühren II errichten will. Zudem werden Zweifel laut, dass die Bürger von den Plänen profitieren. „Das Gesundheitszentrum würde begrüßt werden, wenn zusätzliche Ärzte kämen“, sagte Hans-Günter Siewerin, Ratsherr der Unabhängigen Fortschrittlichen Offensive, über die Stimmung in der Bevölkerung. Sollten die in der Gemeinde praktizierenden Mediziner lediglich an der Bundesstraße zentralisiert werden, sei „für den Bürger kein Gewinn erreicht, sondern weitere Wege“.

In dem Zentrum sollen auf 2000 Quadratmetern Allgemeinmediziner, Physiotherapeuten, Logopäden, Podologen und Heilpraktiker Patienten betreuen. Jens Woost, Investor und Chef der Antares-Apotheke, will auch Fachärzte ansiedeln, die es bislang in Hambühren nicht gibt. So werde der Celler Augenarzt Dr. Dieter Goldammer eine Zweitpraxis in Hambühren eröffnen, wurde er gestern konkret. Mit weiteren Fachärzten sei er im Gespräch. Zudem betonte er Synergieeffekte wie längere Öffnungszeiten. „Die Problematik der infrastrukturellen Anbindung ist mir bekannt, wir werden mit dem Bürgerbus eine Entspannung bekommen“, so Woost.

Verwaltung und Politik hat er überwiegend hinter sich. Das braucht der Investor auch, denn entgegen ersten Ankündigungen muss doch der Bebauungsplan geändert werden. „Wir stehen der Sache wohlwollend gegenüber. Die Nachteile sieht man schon, die Transportmöglichkeiten sind aber lösbar“, sagte Bernd Emmerich (CDU). „Wir sind in der glücklichen Lage, überhaupt noch Allgemeinmediziner zu haben“, erinnerte SPD-Ratsfraktionschef Ralf Volz daran, dass andere Dörfer große Probleme mit der ärztlichen Versorgung haben. Außerdem hätten sich in der Vergangenheit alle Parteien für ein Gesundheitszentrum in Hambühren ausgesprochen. Auch Bürgermeister Thomas Herbst erklärte erneut, den Investor zu unterstützen. Das Zentrum soll Ende 2013 in Betrieb gehen.