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Hambühren Hambühren-Tatort wird im November ausgestrahlt
Celler Land Hambühren Hambühren-Tatort wird im November ausgestrahlt
17:35 26.11.2017
Von Simon Ziegler
Drehort Hambühren: Am Oldauer Klärwerk haben im vergangenen Jahr Wotan Wilke Möhring (links) und Franziska Weisz Szenen für den Tatort "Böser Boden" aufgenommen. Quelle: Ard
Hambühren

HAMBÜHREN. Die Crew um das Ermittler-Duo Thorsten Falke (Möhring) und Julia Grozs (Franziska Weisz) hatte im November 2016 mehrere Tage an der Kläranlage in Oldau Szenen für die Tatort-Folge mit dem Titel „Böser Boden“ gedreht. Weitere Aufnahmen entstanden am Waldrand. Der Umweltthriller wurde außerdem in Uetze, Hamburg, Geesthacht und Barsbüttel gedreht. Eine rund 50-köpfige Crew war für die Dreharbeiten mehrere Tage in Celle untergebracht.

Der 90-minütige Film spielt im ländlichen Niedersachsen, ein Mann wird brutal ermordet. Arash Naderi ist erst vor einigen Monaten aus dem Iran nach Deutschland gekommen. Für die Ermittler deutet zunächst viel darauf hin, dass es sich um einen politisch motivierten Mord handeln könnte; möglicherweise ist der Tote einer rechten Gewalttat zum Opfer gefallen.

Wie Falke und Grosz schnell herausfinden, wurde Arash Naderi in der Zeit vor seinem Tod tatsächlich bedrängt. Und zwar von Bauern aus der Gegend, deren Rädelsführer auch schon öfter in Konflikt mit dem Verfassungsschutz geraten ist. Er veranstaltet regelmäßig Treffen in seiner Scheune und ist bekannt dafür, Leute aufzuhetzen. Falke und Grosz finden heraus, worum es bei diesen konspirativen Treffen geht. Die Bauern entpuppen sich als militante Umweltschützer und planen Kampagnen gegen Fracking. Immer stärker kristallisiert sich heraus, dass nicht seine Herkunft das Opfer zur Zielscheibe gemacht hat, sondern vielleicht sein Job. Arash Naderi war als Fahrer für ein Erdgasunternehmen tätig.

"Unseren Krimis liegen gesellschaftliche und politische Themen zugrunde", sagte Wotan Wilke Möhring im NDR-Interview. "Jede Art von Extremismus hat ihre Schattenseite. Wir haben es hier mit einem diktatorischen Biobauern zu tun, der vielleicht keinen Deutbesser ist als die Menschen, die er bekämpft", so Möhring. Er sei überzeugt, dass der Tatort bei aller Unterhaltung einen "politischen Mehrwert liefert". Möhring: "Darin liegt unsere besondere Verantwortung für die Reihe. Wir wollen nicht nur Verbrechen aufarbeiten, sondern auch Lösungen anbieten." Es gebe aber auch Grenzen. "Kommissare sind dazu da, einen Fall zu lösen, nicht die Welt zu retten", so der Schauspieler.