Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Hambühren Hambühren: Viel weniger Schulden
Celler Land Hambühren Hambühren: Viel weniger Schulden
17:25 04.09.2013
Von Simon Ziegler
Hambühren

HAMBÜHREN. Die Finanzaffäre um gestrichene Fördergelder hängt wie ein Damoklesschwert über dem Hambührener Rathaus. Trotzdem steht die Gemeinde derzeit finanziell glänzend da. Heute Abend tagt der Finanzausschuss der Gemeinde (19 Uhr, Rathaus). Der erste Nachtragshaushalt des Jahres 2013 steht auf der Agenda.

Und siehe da, anders als bei der Verabschiedung des Etats Ende 2012, als mit zwei Millionen Euro Schulden kalkuliert wurde, wird jetzt im Nachgang ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt. „Wir werden die Schuldenaufnahme um über 1,4 Millionen Euro zurückfahren. Das ist der erste Haushalt, den ich ausgeglichen vorlegen kann“, sagte Kämmerer Dirk Seidler vor der Sitzung des Finanzausschusses. Als Neuverschuldung werden lediglich knapp 600.000 Euro veranschlagt. Das Geld komme aus der Kreisschulbaukasse und werde über 20 Jahre zurückgezahlt.

Viel höhere Gewerbesteuern als erwartet sind für das gute Ergebnis verantwortlich. Kalkuliert wurde mit Einnahmen von 2,1 Millionen Euro, jetzt fließen 4,1 Millionen Euro. Dafür muss die Gemeinde jetzt aber auch eine höhere Gewerbesteuerumlage an das Land Niedersachsen zahlen. Außerdem steigt die Kreisumlage. Darüber hinaus verzeichnet die Kämmerei auch bei den Einkommenssteuern einen leichten Anstieg. 60.000 Euro mehr werden verbucht als angenommen. Insgesamt fließen 3,3 Millionen Euro aus der Lohnsteuer in den Gemeindesäckel. „Sehr erfreulich“ seien die Zahlen, sagte Seidler.

Die gestrichenen Fördermittel spielen in dem Nachtragshaushalt keine Rolle. Derzeit wird auf Ergebnisse von Prüfungen gewartet. Unklar ist unter anderem, ob die Versicherung und in welcher Höhe einspringt. Beim Krippenanbau für den Kindergarten Mittelstraße waren Aufträge vergeben worden, bevor der Förderbescheid des Landes vorlag. Dadurch gehen der Gemeinde fast 83.500 Euro durch die Lappen. Dazu kommen weitere 93.500 Euro in Aussicht gestellte Fördergelder für eine Grundstückssanierung am Grünen Eck, die nicht überwiesen werden. Bei dieser Sanierung war ein ähnlicher Fehler gemacht worden.