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Hambühren Hambühren braucht neue Migrationsbeauftragte
Celler Land Hambühren Hambühren braucht neue Migrationsbeauftragte
17:32 27.10.2015
Von Simon Ziegler
Karina Ibrahimova, hier beim Deutsch-Unterricht in Winsen, gibt ihren Job als Integrationsbeauftragte in Hambühren auf. Quelle: Alex Sorokin (Archiv)
Hambühren

HAMBÜHREN. Ansprechpartnerin für Asylbewerber, Schnittstelle zwischen Gemeinde und Ehrenamtlichen sowie Initiatorin von Flüchtlingsprojekten: Bei Karina Ibrahimova liefen in Winsen und Hambühren bisher alle Fäden in Sachen Integration zusammen. Doch weil den beiden Westkreis-Gemeinden immer mehr Menschen zugewiesen werden, wird Ibrahimova ab dem 1. November nur noch für Winsen zuständig sein.

„Die Arbeit wird immer mehr. Ich will mich auf eine Gemeinde konzentrieren“, sagte Ibrahimova, die bisher offiziell mit 29 Stunden in Winsen und mit zehn Stunden in Hambühren beschäftigt ist. Sie wird künftig in Winsen eine volle Stelle haben. In der Gemeinde leben derzeit knapp 100 Flüchtlinge. In den kommenden drei Monaten wird in Winsen mit einer deutlichen Steigerung gerechnet. Es ist auch ihrem Engagement zu verdanken, dass die Integration dort recht gut funktioniert. Karina Ibrahimova spricht fünf Sprachen: Neben Deutsch ihre Muttersprache Aserbaidschanisch, dazu Russisch, Persisch und Türkisch. Sie war seit 2011 zunächst ehrenamtliche Integrationsbeauftragte in Winsen, ab 2014 dann hauptamtlich. Seit Frühjahr 2014 war sie auch für Hambühren zuständig.

Der dortige Bürgermeister Thomas Herbst bedauert das Ende ihrer Tätigkeit. „Das ist sehr schade. Karina Ibrahimova hat hier sehr viel angeschoben. Über sie haben wir viele Ehrenamtliche generieren können“, sagte er. Andererseits sei es kaum möglich gewesen, mit zehn Stunden in der Woche die gewaltigen Herausforderungen zu meistern.

Künftig soll ihre Nachfolgerin 25 Stunden pro Woche tätig sein. Es wurden bereits Vorstellungsgespräche geführt, bestätigte Herbst. Es sei auch eine Entscheidung gefallen; da das endgültige Okay der Nachfolgerin aber noch fehle, wollte Herbst gegenüber der CZ noch keinen Namen nennen. Die neue Migrationsbeauftragte soll sich im nächsten Sozialausschuss Politik und Öffentlichkeit vorstellen, hieß es. Die Sitzung ist für den 12. November geplant.