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Hambühren Hambühren investiert in Kitas und Straßen
Celler Land Hambühren Hambühren investiert in Kitas und Straßen
16:26 31.03.2017
Von Simon Ziegler
Hambühren

HAMBÜHREN. Die Gemeinde plant in diesem Jahr erhebliche Investitionen von fast 7 Millionen Euro. Der mit Abstand größte Teil der Summe wird für die Erweiterung und die Sanierung der beiden Kindertagesstätten Adlerweg und Hummelnest verwendet, wofür 3,1 Millionen Euro vorgesehen sind. Für die Sanierung von Gemeindestraßen sind 1,9 Millionen Euro eingeplant. Die Umsetzung des Brandschutzkonzeptes an beiden Grundschulen schlägt in diesem Jahr mit 820.000 Euro zu Buche. Für die weitere Erschließung des Baugebietes Nördlich auf dem Kampe sind 800.000 vorgesehen.

Steuererhöhungen wird es 2017 nicht geben. Trotz der vergleichsweise guten Zahlen in diesem Jahr kann von einer dauerhaften Konsolidierung der Gemeindefinanzen aber noch keine Rede sein. In den Jahren 2018 bis 2020 wird – Stand heute – ein Defizit von jeweils mehr als einer Million Euro erwartet.

„Wir freuen uns über die geplante ‚Schwarze Null‘. Der größte Brocken, eine nachhaltige Haushaltskonsolidierung steht aber noch aus“, sagte Andreas Ludwig (SPD). CDU-Fraktionschefin Barbara Kolkmeier (CDU) betonte, dass Hambühren familienfreundlich bleiben müsse. Die Politik habe Einsparpotential gefunden, „deshalb konnten wir auf die Erhöhung der Kitagebühren verzichten“, sagte sie. Die CDU-Politikerin monierte die enorm steigenden Personalkosten der Gemeinde. Diese hätten im vergangenen Jahr 4,4 Millionen Euro betragen. „Wir können jetzt schon die Personalkosten nicht mehr durch die Einkommenssteuer decken“, kritisierte Kolkmeier.

Dieter Sawischlewski (FDP) legte den Finger in die Wunde: Der Landkreis fordere bis 2020 einen ausgeglichenen Haushalt. „Im Haushaltssanierungskonzept sehe ich aber keine Einsparungen“, sagte er. Hans-Günter Siewerin beklagte zwar „erhöhte Grundstückspreise“, dem Haushalt stimme die UFO aber zu, weil in Kitas investiert werde. „Wir begrüßen, dass die Kita-Gebühren nicht erhöht wurden“, sagte Christian Zahl (AfD). Fred Kummerow (Grüne) gab sich zuversichtlich, was die kommenden Jahre betrifft: „Wir werden noch Geld finden, um den Haushalt zu sanieren.“

Der Rat verständigte sich außerdem auf den Preis im Baugebiet Nördlich auf dem Kampe. Der Quadratmeter wird dort vollerschlossen für 88 Euro verkauft.