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Hambühren Hambühren will Migrationsbeauftragte
Celler Land Hambühren Hambühren will Migrationsbeauftragte
17:06 26.02.2014
Von Carsten Richter
Karina Ibrahimova Quelle: Peter Müller (Archiv)
Hambühren

HAMBÜHREN. 29 Asylbewerber wohnten zum Jahresende 2013 in Hambühren, insgesamt hatten 393 Ausländer zum 31. Dezember ihren Hauptwohnsitz in der Gemeinde. Daher sei es „unerlässlich, sich über das Thema Integration Gedanken zu machen“, schreibt die Verwaltung in ihrer Vorlage. Wie viele Kommunen im Landkreis Celle, so stößt auch Hambühren an seine Grenzen, Flüchtlinge unterzubringen. Mit der Anmietung neuer Unterkünfte ist die Gemeinde personell ausgelastet. Umso wichtiger, dass es jemanden gibt, der sich auch um die sozialen Belange der Flüchtlinge kümmert.

„Briefe lesen und erklären, Kinder mit Migrationshintergrund in der Schule anmelden, Praktikumsplätze mit Beschäftigten und Arbeitgebern Gespräche führen, das sind häufige Probleme“, berichtet Ibrahimova von ihrer Tätigkeit in Winsen. Aber auch Familiennachzug, Bleiberecht oder Zwangsheirat seien oft Thema in ihren Sprechstunden. „Viele Probleme entstehen durch mangelnde Sprachkenntnisse“, sagt Ibrahimova. Manche Frauen könnten auch nicht lesen und schreiben. Daher hat sie Ende 2011 in Winsen einen Alphabetisierungkurs ins Leben gerufen. Daneben steht sie in regelmäßigem Kontakt unter anderem mit der Integrationsbeauftragten des Landes und des Landkreises, dem niedersächsischen Flüchtlingsrat, dem Sozialamt, der Polizei und dem Frauenhaus.

Bislang macht Ibrahimova all das ehrenamtlich, mit einer Arbeitszeit von 25 Stunden geht der zeitliche Umfang aber weit darüber hinaus. Die Gemeinde Winsen beabsichtigt nun, einen 450-Euro-Vertrag mit ihr abzuschließen und ihr Fahrt- und Telefonkosten zu erstatten. Wird Ibrahimova Integrationsbeauftragte beider Kommunen, zahlt Hambühren die Hälfte der Personalkosten. (car)