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Hambühren Hambührens Bürgermeister: „Jeden Posten unter Lupe nehmen“
Celler Land Hambühren Hambührens Bürgermeister: „Jeden Posten unter Lupe nehmen“
18:56 17.01.2017
Von Simon Ziegler
Bürgermeister Thomas Herbst vor der Kita Hummelnest in Ovelgönne. Die Gemeinde investiert fast vier Millionen Euro in den Ausbau der Kindertagesstätten. Quelle: Alex Sorokin
Hambühren

HAMBÜHREN. Ganz oben stehe die Konsolidierung des Haushaltes, sagt der Verwaltungschef. Es sei das große Ziel der Gemeinde, die finanzielle Situation zu verbessern. „Wir werden jeden einzelnen Posten des Haushaltes unter die Lupe nehmen“, kündigt er an. Der Etat 2017 soll Ende März verabschiedet werden. Das Defizit liegt vermutlich etwas unter zwei Millionen Euro. Auch die Verbesserung der Einnahmeseite steht zur Debatte. Herbst wolle etwa mit der Politik über eine Erhöhung der Kita-Gebühren sprechen, kündigte er an. Denn der Deckungsgrad der elterlichen Beiträge an den Gesamtkosten von Kitas und Krippen sei im kommunalen Vergleich relativ niedrig.

Die Kindertagesstätten sind dieses Jahr ohnehin ein großes Thema. Die Bauarbeiten an den Kitas Hummelnest und Adlerweg haben begonnen. Insgesamt werden knapp vier Millionen Euro verbaut. Die Arbeiten sollen Ende 2017 abgeschlossen sein, damit die neuen Gruppen zum 1. Februar 2018 an den Start gehen können, sagt Bauamtsleiter Niels Jürgensen.

Das Bauamt wird in diesem Jahr auch mit mehreren Straßensanierungen zu tun haben. Geplant sind die Sanierungen des Wiesenwegs, der Sudermannstraße und des Bruchwegs.

Außerdem sollen die Pläne im neuen Baugebiet „Nördlich auf dem Kampe“ forciert werden. „Der Weg an der Zauneidechse vorbei ist gefunden“, sagt Herbst zur bislang ungeklärten Anbindung des Baugebietes. Dafür muss die ursprünglich geplante Trasse von der L298 leicht verschoben werden. Unangenehme Folge: Dafür muss die Gemeinde Bauland kaufen.

Die Erschließung des Baugebietes soll im Herbst beginnen. Die ersten Grundstücke könnten Ende des Jahres verkauft werden, erklärt der Bürgermeister. Dafür muss sich die Politik aber noch auf einen Preis verständigen. Die Verwaltung hatte 90 Euro pro Quadratmeter inklusive Erschließungskosten vorgeschlagen, es gab aber keine Mehrheit im Gemeinderat. Trotzdem will die Verwaltung bei den 90 Euro bleiben und keinen günstigeren Vorschlag machen – auch mit Verweis auf das privat geplante Baugebiet Ahornallee in Hambühren, wo der Quadratmeter vollerschlossen 95 Euro kostet. Andere Gemeinden verlangen ohnehin deutlich mehr als Hambühren. In Adelheidsdorf liegt der Quadratmeterpreis im neuen Baugebiet „An der Kapelle“ bei 95 Euro plus Erschließungskosten – also insgesamt deutlich über 100 Euro.

Thema wird in diesem Jahr auch die Struktur der Feuerwehr sein, kündigt Herbst an. Eine Fachfirma ist beauftragt, die beiden Feuerwehren in Hambühren und Oldau unter die Lupe zu nehmen. Es geht um die Feuerwehrgerätehäuser, die Fahrzeuge, die Standorte und die Stärke der Wehren. „Wir wollen das wirtschaftlicher gestalten“, sagt der Bürgermeister. Im Frühjahr sollen erste Ergebnisse vorgelegt werden.

Außerdem steht die Neukonzeptionierung der Jugendarbeit an. Hintergrund sind zurückgehende Besucherzahlen in der „Ruine“. Das Konzept sei 20 oder 25 Jahre alt, jetzt sollen neue Ideen aus Politik und Verwaltung auf den Tisch, fordert Herbst. Die „Ruine“ bleibe geöffnet, allerdings werden die Öffnungszeiten eingeschränkt.