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Hambühren Hambührens Bürgermeister räumt das Feld
Celler Land Hambühren Hambührens Bürgermeister räumt das Feld
15:39 20.04.2018
Von Simon Ziegler
Hambühren

HAMBÜHREN. Er begründete seinen Rückzug damit, dass es in der derzeitigen Konstellation für die Gemeinde nicht sinnvoll sei, weiterzumachen. Damit spielt er auf den Hambührener Gemeinderat an. "Bei Entscheidungen geht es manchen nur darum, den Bürgermeister in ein schlechtes Licht zu rücken. Es geht nicht mehr um Sachentscheidungen", kritisierte Herbst.

Der parteilose Verwaltungschef hat es in all den Jahren nicht geschafft, sich so etwas wie eine Hausmacht im Gemeinderat aufzubauen. Sein Verhältnis zur CDU gilt als völlig zerrüttet. Die SPD ging früh auf Distanz. Auch die Grünen, die ihn anfangs unterstützten, wendeten sich enttäuscht ab. Kritik kommt regelmäßig auch von FDP und UFO. Der Bürgermeister ist in dem Gremium, in dem alle wichtigen Entscheidungen getroffen werden, seit Jahren weitgehend isoliert. Er selbst sagt, er habe versucht, Sachpolitik zu machen und sich Mehrheiten zu suchen – das ist oft nicht gelungen.

Thomas Herbst war 2011 völlig überraschend zum Bürgermeister der 10.000-Einwohner-Gemeinde gewählt worden. Er hatte sich damals bei einer niedrigen Wahlbeteiligung in der Stichwahl gegen den klaren Favoriten und Kämmerer Dirk Seidler durchgesetzt, der die Gemeinde später verließ und heute Bürgermeister in Rosengarten im Kreis Harburg ist.

Er habe seine Entscheidung, nicht mehr anzutreten, endgültig "vor ein, zwei Monaten" getroffen, sagte Herbst. Bereut habe er seine Kandidatur trotz aller Schwierigkeiten nicht. "Es war eine schöne Zeit. Ich werde meine Mitarbeiter im Rathaus, in der Kita und im Bauhof vermissen." Er wird jetzt noch eineinhalb Jahre an der Rathaus-Spitze stehen. Die Amtszeit endet am 31. Oktober 2019. Ein Termin für die Bürgermeisterwahl steht noch nicht fest. Es gibt Überlegungen, die Hambührener Wahl parallel zur Europawahl im Mai 2019 auszurichten.

Was er nach seiner Amtszeit vorhat, wisse er noch nicht, sagte Herbst. Finanziell muss er sich keine großen Sorgen machen, er ist als Hauptverwaltungsbeamter abgesichert. Er bekommt sofort nach seinem Ausscheiden aus dem Amt 35 Prozent seines Bürgermeister-Gehaltes, sagte ein Vertreter des Steuerzahlerbundes auf Anfrage. Das sind etwa 2600 Euro brutto im Monat.

Das Hambührener Urgestein ist 53 Jahre alt. In nächster Zeit will er sich zunächst auf die Familie konzentrieren. Herbst wird erneut Vater. Seine Frau erwartet im Oktober ihr zweites Kind. Thomas Herbst: "Darüber bin ich sehr glücklich."

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