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Hambühren In Hambühren wird über höhere Steuern nachgedacht
Celler Land Hambühren In Hambühren wird über höhere Steuern nachgedacht
13:08 03.11.2017
Von Simon Ziegler
Hambühren

HAMBÜHREN. "Die defizitäre Haushaltslage ist der einzige Grund für die geplante Steuererhöhung", sagte Herbst. Der Landkreis Celle fordert die Gemeinde aufgrund der miesen Finanzlage auf, Ausgaben zu reduzieren und Einnahmen zu erhöhen. Geplant ist zum Beispiel auch, dass die Kita-Gebühren im Nachmittagsbereich erhöht werden.

Im Rathaus plant man für das Jahr 2018 mit einem Minus im ordentlichen Ergebnishaushalt von gut 1,3 Millionen Euro. Berücksichtigt man das außerordentliche Ergebnis, bleibt immer noch ein Defizit von 570.000 Euro – sehr viel Geld für eine Gemeinde mit 10.000 Einwohnern. Dazu kommt ein Minus aus dem vergangenen Jahr. "Das ist ein erhebliches Defizit. Es war allerdings auch schon schlimmer", sagte Herbst. Nach seinen Angaben belasten vor allem die Ausgaben in der Kinderbetreuung – Krippen, Kindergärten, Ganztagsschulen – den Hambührener Etat. Der Schuldenberg wächst seit Jahren an.

Die Hebesätze der Grundsteuer A und der Gewerbesteuer sollen nicht erhöht werden und bei 560 beziehungsweise 400 Punkten bleiben. Die Erhöhung der Grundsteuer B um 100 Punkte würde zu einem jährlichen Mehrertrag in Höhe von 390.000 Euro führen.

Ob es zu der Steuererhöhung kommt, ist ungewiss. In der Vergangenheit hat Herbst mehrfach vorgeschlagen, die Hebesätze zu erhöhen, scheiterte aber am Widerstand des Gemeinderates. "Ich hoffe, dass der Politik jetzt klar wird, dass wir um eine Erhöhung nicht mehr herumkommen", sagte der Verwaltungschef.

Der Finanzausschuss tagt am kommenden Dienstag ab 19 Uhr im Rathaus. Neben Steuern und Etat steht auch das Haushaltssicherungskonzept auf der Tagesordnung.