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Hambühren Kita-Gebühren: Abstimmung in Hambühren vertagt
Celler Land Hambühren Kita-Gebühren: Abstimmung in Hambühren vertagt
13:45 27.12.2011
Von Simon Ziegler
Hambühren

HAMBÜHREN. Ein schwarz-grünes Bündnis hat in Hambühren beschlossen, dass die Abstimmung über die neue Kindergarten-Satzung vertagt wurde. Eine Mehrheit aus CDU und Grünen sprach sich in der Sitzung kurz vor Weihnachten dafür aus, erst 2012 endgültig über die Kostenerhöhung zu entscheiden. SPD und FDP hatten für die von der Verwaltung vorgelegte Satzung gestimmt.

Demnach sollen Eltern für die Nutzung ihrer Kinder in den Kindergärten und Krippen künftig mehr bezahlen. Die Erhöhung soll ab dem 1. August 2012 gelten. Die Satzung sieht vor, dass ein Regelplatz statt 85 künftig 95 Euro im Monat kosten soll. Ein Platz im Ganztagsbetrieb soll dann 160 Euro kosten. Bislang betrug die Gebühr 138 Euro. Ein Ganztagsplatz in einer Kinderkrippe kostet 200 Euro. Bei neun Stunden Betreuung werden 225 Euro fällig.

Die Verwaltung um Sozialamtsleiter Ronald Ehmann begründet die Gebührenerhöhung damit, dass es seit D-Mark-Zeiten nur eine Erhöhung für die Kindergärten gegeben habe. In den vergangenen Jahren seien die Ausgaben für die Kinderbetreuung permanent gestiegen. So lag der Zuschussbedarf 2011 für die Kindergärten bei über 1,6 Millionen Euro. Vor acht Jahren waren es noch 635.000 Euro gewesen. Begründet wird diese Explosion mit höheren Personalkosten durch die Krippen und die Ganztagsbetreuung sowie gestiegene Betriebskosten, die unter anderem durch hohe Energiepreise verursacht werden. Die Gebührenerhöhung wird aber wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein. Die Verwaltung rechnet für beide Kindertagesstätten für das Haushaltsjahr 2012 mit Mehreinnahmen von 20.000 Euro.

Im Gemeinderat hatten die Grünen beantragt, die Abstimmung zu vertagen. „Ich weiß nicht, ob es uns gut steht, zwei Tage vor Weihnachten die Kita-Gebühren zu erhöhen“, sagte Fred Kummerow. Die Unabhängige Fortschrittliche Offensive ist gar nicht bereit, die Erhöhung mitzutragen. „Wir halten sie für überzogen“, sagte Hans-Günter Siewerin. Dagegen warb Ralf Volz (SPD) für die Verabschiedung. „Natürlich fällt es keinem leicht, im Bereich Kinderbetreuung die Kosten zu erhöhen“, sagte er. Da aber in den vergangenen Jahren erheblich investiert wurde, sei auch an die Konsolidierung des Haushaltes zu denken. „Wir müssen einen Schulterschluss mit der Bevölkerung hinkriegen“, so Volz.

Ehmann versuchte durchzusetzen, dass zumindest eine Klausel, die eine Erweiterung der Öffnungszeiten vorsieht, schon ab Januar gilt. Das wurde vom Ratsvorsitzenden Thomas Adasch (CDU) mit Verweis auf den laufenden Abstimmungsvorgang aber abgelehnt. Vermutlich im März wird der Rat erneut über die Satzung beraten.