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Hambühren Mehrheit im Hambührener Rat gegen reine Ganztagsgruppen
Celler Land Hambühren Mehrheit im Hambührener Rat gegen reine Ganztagsgruppen
18:00 21.12.2017
Von Simon Ziegler
In den Kitas Mittelstraße und Allerzwerge können Eltern von Krippenkindern weiterhin zwischen Halbtags-, Dreiviertel- und Ganztagsbetreuung auswählen. Quelle: Lino Mirgeler
Hambühren

HAMBÜHREN. In Hambühren gibt es ab dem 1. Februar 2018 insgesamt sieben Krippengruppen mit 105 Plätzen, davon sind fünf in fremder Trägerschaft. Das Rathaus verwies darauf, dass alle Krippengruppen in fremder Trägerschaft als reine Ganztagsgruppen geführt werden. Eltern, die ihr Kind in einer dieser Gruppen untergebracht haben, zahlen stets die volle Gebühr für den gewählten Ganztagsplatz, auch wenn sie von der Möglichkeit Gebrauch machen, ihr Kind früher aus der Krippe abzuholen.

In der Mittelstraße und bei den Allerzwergen können Eltern dagegen zwischen Halbtags-, Dreivierteltags- und Ganztagsbetreuung wählen. Sie bezahlen dann unterschiedliche Gebühren. Um das Angebot wirtschaftlicher zu gestalten, schlug die Verwaltung vor, dass künftig nur noch Ganztagsplätze angeboten werden, für die Eltern entsprechend bezahlen sollten. Gleichzeitig sollte für Eltern, die ihre Kinder derzeit halbtags- oder dreivierteltags betreuen lassen, noch die alte Regel greifen. Die Gemeinde erhoffte sich Mehreinnahmen von mehr als 10.000 Euro, zumal die Tendenz ohnehin stark in Richtung Ganztagsplätze gehe, wie es hieß.

Bürgermeister Thomas Herbst verwies in der Diskussion darauf, dass nur eine Minderheit die Halbtagsplätze noch in Anspruch nehme. Die SPD erinnerte an die Haushaltslage. "Wir müssen überall sparen, wir haben ein Defizit von über einer Million Euro. In den kirchlichen Einrichtungen gibt es auch nur Ganztagsgruppen", sagte Ralf Volz. Ähnlich sah es Hans-Günter Siewerin (Ufo): "Es werden fast nur noch Ganztagsgruppen nachgefragt." Barbara Kolkmeier (CDU) sprach dagegen von einem falschen Weg. Es müssten auch Halbtagsplätze angeboten werden. Dieter Sawischlewski (FDP) warnte vor einer zusätzlichen finanziellen Belastung für die Eltern, sollten sie einen Ganztagsplatz finanzieren müssen, ihre Kinder aber schon mittags abholen. Die AfD hält von der gesamten U3-Betreuung nichts. "Die Kinder gehören zu den Eltern, nicht in die Krippen", sagte Christian Zahl.

Nach dem Votum des Rates bleibt bei den kommunalen Kitas alles beim Alten.