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Hambühren Missbrauch: Ex-Jugendbetreuer legt Rechtsmittel ein
Celler Land Hambühren Missbrauch: Ex-Jugendbetreuer legt Rechtsmittel ein
16:50 23.02.2012
Von Simon Ziegler
Ovelgönne

Der 29-jährige frühere Kirchenmitarbeiter war am Mittwoch vor einer Woche zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Für das Gericht stand fest, dass sich der Mann in den Jahren 2008 und 2009 des schweren sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen und des Missbrauchs von Schutzbefohlenen schuldig gemacht hat.

Nach Angaben von Busche hat die Verteidigung noch nicht entschieden, ob sie in Berufung oder Revision geht. Bei einer Berufung würde vor dem Landgericht Lüneburg neu verhandelt werden. Dann müssten wohl auch Zeugen abermals aussagen. Sollte eine Revision angestrebt werden, würde das Oberlandesgericht Celle das Urteil des Amtsgerichtes auf Rechtsfehler überprüfen. Es gilt indes als wahrscheinlicher, dass es auf eine Berufungsverhandlung hinausläuft, heißt es unter Juristen. Zunächst warten die Prozessbeteiligten auf das schriftliche Urteil der Richterin des Amtsgerichts. Das soll in sechs Wochen vorliegen.

Die Celler Staatsanwaltschaft hat gegen das erstinstanzliche Urteil keine Rechtsmittel eingelegt. Das Gericht war in seinem Urteil über die Forderung der Staatsanwaltschaft gegangen, die für eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren und vier Monaten plädiert hatte.

Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung bleibt der frühere Kirchenmitarbeiter ein freier Mann. Nach CZ-Informationen hat er sich inzwischen einen anderen Anwalt genommen. Der Angeklagte hatte während des gesamten Prozesses die ihm vorgeworfenen Taten abgestritten und von einem Komplott der Jugendlichen gegen ihn gesprochen.