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Hambühren Mit 145 Unterschriften die "Grüne Lunge" von Hambühren retten
Celler Land Hambühren Mit 145 Unterschriften die "Grüne Lunge" von Hambühren retten
17:26 15.08.2018
Gegen die Schließung des Spielplatzes am Eichkamp regt sich - Widerstand. Denn dieser wird von Kindern genutzt, berichten Anwohner. Quelle: Michael Ottinger
Hambühren

HAMBÜHREN. Der Gemeinderat hatte zuletzt entschieden, dass fünf Spielplätze geschlossen werden sollen: Es handelt sich um die Spielstätten am Grillplatz in Oldau, an der Rehschneise/Hasenheide, am Mobilheimplatz und an der Ahornallee in Ovelgönne sowie am Eichkamp in Hambühren II.

Grund dafür sind die Kosten. Im Hambührener Rathaus hofft man, durch die Schließung der Spielplätze einige tausend Euro im Jahr weniger auszugeben. Denn die Pflege von Klettergerüsten, Rutschen und Sandkisten ist teuer. Regelmäßig müssen Bauhof-Mitarbeiter die Geräte überprüfen. Kaputte Geräte müssen ersetzt werden. Müll wird gesammelt, der Rasen gemäht. Dazu kommt: Die Flächen Rehschneise und Eichkamp sollen, wenn möglich, zu marktüblichen Preisen verkauft, also in Bauland verwandelt werden.

Die Schließung des Spielplatzes am Eichkamp war besonders umstritten. Nur mit knapper Mehrheit entschied die Politik, dass auch er weichen muss. Daraufhin organisierte der SoVD die Unterschriftenaktion.

„Es wäre wirklich schade, wenn der Spielplatz wegkommt“, sagt Anwohner Bernhard Vömel. Viele Kinder, die sonst keinen eigenen Garten haben, würden ihn nutzen. So zum Beispiel die Geschwister Younes, Behnez, Elias und Malid Barikzehi. „Meine Geschwister kommen sehr gerne hierher“, sagt Younes. „Dieser Spielplatz ist auch sehr nah zu unserem Zuhause. Die anderen sind weit weg.“

Auch Familie Müller besucht gern den Spielplatz am Eichkamp. „Das ist ein schöner Spielplatz. Es wäre sehr schade, wenn der verschwinden muss“, sagt Mutter Anja Müller.

Und auch für Erwachsene bietet der Platz eine Abwechslung zu den bebauten Flächen. „Das hat hier einfach einen parkähnlichen Charakter“, sagt SoVD-Vorsitzende Waltraut Siewerin. Ihr Mann Hans-Günter fügt hinzu: „Das ist eine grüne Lunge von Hambühren.“

Bürgermeister Thomas Herbst will die gesammelten Unterschriften jetzt mit in die nächste Sitzung des Verwaltungsausschusses am 11. September nehmen. In einem zusätzlichen Tagesordnungspunkt will er darüber beraten lassen, ob sich die Politik noch einmal mit dem Thema beschäftigen soll. „Das muss letztlich der Verwaltungsausschuss entscheiden, ob die Menge an Unterschriften dafür ausreicht.“ Dem Vernehmen nach sollen noch einige Unterschriften hinzukommen. „Eine Anwohnerin hatte noch etwa 30 gesammelt, sie aber nicht rechtzeitig bei der Übergabe zur Hand“, erklärt Anwohner Vömel.

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