Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Hambühren Neuer B-Plan für Hambührener Ärztehaus?
Celler Land Hambühren Neuer B-Plan für Hambührener Ärztehaus?
16:50 13.11.2014
Bürgermeister Thomas Herbst, Mitinvestor Udo Klische, Architekt Jürgen Otto und Sven Raap von Gessner und Raap (von links) stellen den Entwurf für das Ärztehaus vor.  Quelle: Lothar H. Bluhm
Hambühren

HAMBÜHREN. Damit hatte niemand gerechnet: Eine unerwartete Wendung nahm die Informationsveranstaltung zum geplanten Gesundheitszentrum am Mittwoch durch das Angebot von Apotheker Jens Woost. Er könne sich als Nachbar durchaus vorstellen, für das Hambührener Ärztehaus eine Grenzbebauung zu seinem Grundstück und die Nutzung eines Teils seines Geländes als Parkfläche zu ermöglichen.

Woost hatte ursprünglich selbst ein Ärztehaus errichten wollen. In der Manfred-Holz-Grundschule fand daher bereits vor über zwei Jahren eine Informationsveranstaltung statt. Sein Angebot kam jetzt auch für Bürgermeister Thomas Herbst überraschend. „Wir werden das prüfen“, sagte er nach der Veranstaltung, zu der rund 100 Interessierte kamen. Die jetzige Fassung des Bebauungsplanes lässt das Verschieben des Baukörpers nach Norden nicht zu.

Der Entwurf ist im März vom Verwaltungsausschuss beschlossen worden und liegt noch bis zum 24. November im Rathaus aus. Schriftliche Einwendungen können abgegeben werden.

Durch die Planung soll ein wohnstandortnahes Gesundheitszentrum ermöglicht werden. Neben Arztpraxen sind auch eine Apotheke, ein Optiker- oder Sanitätsgeschäft sowie Einrichtungen für Therapeuten denkbar. „Daneben soll zusätzlich Wohnen möglich sein“, heißt es in der Begründung. Eine untergeordnete Büronutzung soll ebenfalls zugelassen werden können.

„Der grüne Stempel ist wichtig“, machte Sven Raap von der Celler Immobilienfirma Gessner & Raap darauf aufmerksam, dass vor einer Genehmigung durch die Gemeinde Hambühren keine verbindlichen Verträge zum geplanten Ärztehaus geschlossen werden. Dennoch soll nach den bisherigen Planungen, die Architekt Jürgen Otto vorstellte, im kommenden Frühjahr mit dem Bau des dreigeschossigen Gebäudes begonnen werden. Bauzeit: Neun bis zwölf Monate.

Für etwa die Hälfte der Nutzfläche in dem Ärztehaus sind feste Zusagen gegeben worden, für die andere Hälfte laufen die Gespräche. „Wir stehen Gewehr bei Fuß“, betont Raap hinsichtlich des Zeitplans.

Zuvor waren von Zuhörern Zweifel an der richtigen Auswahl des Grundstückes geäußert worden. Immerhin sei hier jetzt ein breiter Grünstreifen vorhanden, der das Wohnbaugebiet von der Bundesstraße abschirmt. Hinzu kämen ungeklärte Fragen in Bezug auf den entstehenden Autoverkehr. „Das sind doch alles Spekulationen – es fehlen handfeste Fakten“, kritisierte ein Zuhörer die Aussagen der Gemeinde. Fraglich sei auch, ob die Zentralisierung der ärztlichen Versorgung an dieser Stelle sinnvoll sei.

Wenn das Woost-Angebot akzeptiert werden würde, müsste vermutlich die gerade beschlossene Änderung des Bebauungsplanes erneut geändert werden.

Lothar H. Bluhm

Von Lothar H. Bluhm