Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Hambühren Neues Ärztehaus in Hambühren?
Celler Land Hambühren Neues Ärztehaus in Hambühren?
19:54 12.05.2015
Von Simon Ziegler
Können Patienten in Hambühren bald auch in einem Ärztehaus behandelt werden? Quelle: Benjamin Ulmer
Hambühren

HAMBÜHREN. Zwei Mal sind die Pläne geplatzt, in Hambühren ein Ärztehaus zu bauen. Erst war nach langer Planung Mitte 2013 bekannt geworden, dass sich die Pläne nicht realisieren lassen, an der Antares-Apotheke ein Gesundheitszentrum zu bauen, weil das Vorhaben viel teurer geworden wäre als geplant. Dann wurde Ende 2014 auch nichts aus dem Versuch, ein Grundstück weiter ein Ärztehaus zu errichten, weil der Hauptmieter nicht mehr einziehen wollte.

Jetzt liegt offenbar in Hambühren der dritte Plan auf dem Tisch. Nach CZ-Informationen wollen der Hambührener Bauunternehmer und ehemalige FDP-Ratsherr Jörg Schmidt sowie der Chef der Antares-Apotheke, Jens Woost, das Projekt doch noch realisieren. Im nicht öffentlichen Verwaltungsausschuss stellten beide am 5. Mai das Vorhaben vor. Beide waren bereits beim ersten Versuch maßgeblich beteiligt. Woost hatte das Projekt damals geleitet, das Gebäude sollte Schmidts Unternehmen Hoch- und Industriebau Celle realisieren.

Dem Vernehmen nach ist geplant, das Ärztehaus an der Ostlandstraße zwischen Bachweg und Richard-Wagner-Straße zu bauen, genau wie beim letzten Mal, als die Celler Immobilienfirma Gessner und Raap das Vorhaben verwirklichen wollte. Die Erschließung soll jetzt im Unterschied zu damals über die Zufahrt des Nachbargeländes der Antares-Apotheke erfolgen. Die Richard-Wagner-Straße würde nicht durch zusätzlichen Verkehr belastet werden, das Konzept berücksichtigt somit einen Kritikpunkt aus der vorherigen Planung. „In Abweichung zum Konzept der vorherigen Investoren, die auch untergeordnet eine Büronutzung eingeplant hatten, ist eine Büronutzung hier nicht vorgesehen“, heißt es in den Unterlagen, die der CZ vorliegen. Hingegen ist von „betreutem Wohnen“ im Ober- und Staffelgeschoss die Rede. Im Erdgeschoss ist ein Café geplant.

Ausreichend Parkplätze sollen durch eine Tiefgarage ermöglicht werden. Schmidt sei Investor und Planer, Woost soll sich als Projektmanager vorgestellt haben, heißt es.

Wenn die Politik ihr grundsätzliches Okay gibt, würde der Planungs- und Umweltausschuss öffentlich über den Bebauungsplan beraten. Allerdings ist offenbar noch unklar, welche Ärzte in das Gesundheitszentrum einziehen sollen – die zweifellos entscheidende Frage. Politik und Verwaltung hatten sich in der Vergangenheit immer mit großer Mehrheit hinter die Bemühungen gestellt, ein Ärztehaus zu bauen. Ein Blick zu den Nachbarn nach Winsen zeigt, dass die Versuche erfolgreich sein können. Dort ist das neue Ärztehaus am Marktplatz Anfang des Jahres eingeweiht worden.