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Hambühren Neues Ärztezentrum in Hambühren geplant
Celler Land Hambühren Neues Ärztezentrum in Hambühren geplant
17:32 03.01.2014
Von Simon Ziegler
Hinter den Gedenksteinen zur Erinnerung an Vertriebene, die in Hambühren eine neue Heimat aufbauten, soll das Ärztezentrum gebaut werden.  Quelle: Benjamin Westhoff
Hambühren

HAMBÜHREN. An der Ostlandstraße in Hambühren könnte nun doch ein Ärztezentrum errichtet werden. Auf dem Grundstück zwischen Richard-Wagner-Straße und Bachweg planen mehrere Ärzte zusammen mit Investoren ein neues Gebäude. Dort sollen Mediziner mehrerer Fachrichtungen Patienten betreuen. Als Starttermin steht der 1. Juli 2015 im Raum. Die Pläne seien „recht weit“ entwickelt, sagte der Hambührener Arzt Dr. Maximilian Landgraff.

Die Investoren wollen dem Vernehmen nach in Kürze das Grundstück von der Gemeinde erwerben. Anschließend könnten die Bauanträge eingereicht werden, so dass im Sommer Baubeginn sein könnte. Bei den Geldgebern handelt es sich um im Gesundheitswesen erfahrene Investoren, die bereits im Raum Celle aktiv sind.

Eigentlich hatte der Chef der Hambührener Antares-Apotheke, Jens Woost, auf dem Grundstück nebenan ein Gesundheitszentrum errichten wollen. Doch nach langer Planung wurde Mitte 2013 bekannt, dass sich die Pläne nicht realisieren ließen, weil es viel teurer geworden wäre als geplant, wie Woost damals erklärte.

Gleichwohl hielten das Ärzteehepaar Dr. Antje und Dr. Maximilian Landgraff sowie der Facharzt für Innere Medizin, Tobias Schlüter, und der Allgemeinmediziner Thorsten Knigge an ihren Plänen fest. Neben ihnen wird nach jetzigem Stand auch der Celler Augenarzt Dr. Dieter Goldammer eine Zweitpraxis im „Ärztezentrum Hambühren“ eröffnen. Zudem sei man in lockeren Gesprächen mit Chirurgen und Orthopäden, ebenfalls eine Sprechstunde anzubieten, sagte Landgraff. Es werde auch daran gearbeitet, Ergo- und Physiotherapeuten sowie einen Optiker zu integrieren.

Nach seinen Angaben hat ein Architekt bereits eine grobe Zeichnung des Gebäudes angefertigt. Es handelt sich um einen zweigeschossigen Bau. Im Parterre sind die Heilberufe untergebracht, im ersten Stock die Mediziner. Im zweiten Stock sollen Wohnungen entstehen, die auf dem freien Markt angeboten werden. Bei Bedarf könnten sie auch in eine Praxis umgewandelt werden.

Hambührens Bürgermeister Thomas Herbst hatte im Gemeinderat kurz vor Weihnachten davon berichtet, dass ein Bebauungsplan für das Areal aufgestellt werden soll. Demnach hat die Politik im Verwaltungsausschuss dafür plädiert, das Bauleitverfahren anzuschieben. Die Gemeinde hatte sich in der Vergangenheit immer hinter die Pläne gestellt, ein Gesundheitszentrum zu realisieren.

Auf dem bewaldeten Grundstück zwischen Richard-Wagner-Straße und Bachweg werden die Bäume dem Gebäude weichen müssen. Die dortigen Gedenksteine in Erinnerung an Vertriebene, die in Hambühren eine neue Heimat fanden, werden hingegen an ihrem Platz bleiben.