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Hambühren Nutzung von Erdwärme in Hambühren zu teuer
Celler Land Hambühren Nutzung von Erdwärme in Hambühren zu teuer
16:09 18.07.2014
Von Simon Ziegler
Ovelgönne

OVELGÖNNE. Die energetische Versorgung mit Erdwärme bleibt in Hambühren ein Wunsch, der sich wohl nicht umsetzen lässt. Die Gemeinde hatte ein Gebiet in Ovelgönne rund um Wiesenweg, Waldweg und Ostlandring untersuchen lassen. In der vergangenen Woche stellte der Hannoveraner Professor und Diplom-Geologe Dieter Michalzik die Ergebnisse im Umweltausschuss vor. Kurz und knapp gesagt: Die Nutzung von Erdwärme aus 1000 Meter Tiefe ist in dem Areal möglich, aber wohl zu teuer.

Das Gebiet liegt auf einem Salzstock und bietet daher für Geothermie gute Bedingungen, weshalb die Studie in Auftrag gegeben worden war. „Der Untergrund ist für eine geothermische Nutzung überdurchschnittlich gut geeignet“, heißt es in der Studie. Als potenzielle Abnehmer wurden die Gärtnerei Zühlke, die Grundschule Oldau, die evangelische Kita Ovelgönne und mehrere Einfamilienhäuser genannt.

Insgesamt sechs Einzelflächen wurden untersucht. Dabei ging es darum, ob ein Bohrplatz eingerichtet werden kann, wie der geologische Untergrund sich darstellt und wie die Eigentumsverhältnisse aussehen. Als am ehesten geeignet für einen Bohrplatz und eine Heizzentrale wurde ein Waldstück östlich der Kita vorgeschlagen. Der Wärmeverlust innerhalb des Nahwärmenetzes würde dort gering ausfallen.

Doch die Kosten sind zu hoch. „Trotz der sehr guten geologischen Rahmenbedingungen ist eine wirtschaftliche Umsetzung schwierig“, schreiben die Autoren. Die Investitionskosten für Bohrung und Aufbau eines Wärmenetzes liegen bei 1,4 Millionen Euro. „Bei der bisher betrachteten Abnahmestruktur ist eine Wärmeversorgung aus mitteltiefer Geothermie nur mit einer erheblichen Unterstützung durch Fördermittel wirtschaftlich realisierbar“, sagt Michalzik. Angeregt wird auch, über eine oberflächennahe Geothermie nachzudenken, also beispielsweise in eine Tiefe von 100 Metern zu bohren. Dann gibt es allerdings keine Fördermittel.

Die Studie hat 40.000 Euro gekostet, sagte Bauamtsleiter Niels Jürgensen. Sie wurde zu 90 Prozent durch EU-Gelder gefördert.