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Hambühren Ostlandstraße: Gemeinde Hambühren tauscht Bordsteine aus
Celler Land Hambühren Ostlandstraße: Gemeinde Hambühren tauscht Bordsteine aus
16:07 18.07.2014
Von Simon Ziegler
Easycross-Bordsteine sollen Blinden bei der Orientierung helfen. In Hambühren müssen jetzt neue Steine für 25.000 Euro verlegt werden.  Quelle: Anne Friesenborg
Hambühren

HAMBÜHREN. Das sagte Hambührens Bauamtschef Niels Jürgensen nach der Sitzung des Bauausschusses am Dienstag. Dort hatte sich die Politik mehrheitlich für den Austausch der Steine ausgesprochen. Der Sehbehindertenverband hatte kritisiert, dass die Bordsteine so verlegt worden waren, dass Blinde auf die Straße geführt werden könnten.

Nach der Kritik, die sogar den Landtag erreicht hatte, war die Versicherung des Planungsbüros tätig geworden. Der Gutachter hat Planungsfehler bestritten. Rechtlich sei die Gemeinde nicht angreifbar, so Jürgensen. Mit dem Austausch der Bordsteine gehe man auf den Hauptkritikpunkt des Blindenverbandes ein. Während der jahrelangen Planungs- und Bauphase der Ostlandstraße hatte sich das technische Regelwerk in puncto Barrierefreiheit stark verändert.

Im März 2013 war entschieden worden, dass ein Gutachter die Straße unter die Lupe nimmt. Vorausgegangen war die Stellungnahme des Blindenverbands, der auf „Gefahrensituationen für Fußgänger" aufmerksam gemacht hatte. Eine „barrierefreie Straßenraumgestaltung" sei in einigen Bereichen nicht regelkonform umgesetzt worden. Als besonders gravierend wurde die Überquerung der B 214 dargestellt. Bauteile seien so verbaut worden, dass Blinde unwissentlich die Bundesstraße betreten könnten. Easycross-Bordsteine, die Blinden eine sichere Führung geben sollen, können demnach eine Gefahr darstellen. Dieser Fehler soll jetzt behoben werden.