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Hambühren SoVD kämpft für Spielplatz in Hambühren
Celler Land Hambühren SoVD kämpft für Spielplatz in Hambühren
17:09 17.07.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Oliver Knoblich
Hambühren

HAMBÜHREN. 126 Bürger hatten am Ende der dreistündigen Aktion unterschrieben. Einer von ihnen war Bernhard Vömel, der am Eichkamp lebt. "Ich bin gegen die Schließung. Nachmittags und am Wochenende ist dort schon etwas los", sagte er. "Kinder müssen spielen, schaukeln und sich austoben. Spielplätze müssen erhalten werden", ergänzte Rosi Schröder. Ingrid Staebner verwies darauf, dass am Immenweg viele Kinder wohnten.

Siewerin kündigte an, in der Nachbarschaft des Spielplatzes noch weitere Unterschriften zu sammeln. Die Listen sollen anschließend übergeben werden.

Der Gemeinderat hatte zuletzt entschieden, dass fünf Spielplätze geschlossen werden sollen: Es handelt sich um die Spielstätten am Grillplatz in Oldau, an der Rehschneise/Hasenheide, am Mobilheimplatz und an der Ahornallee in Ovelgönne sowie am Eichkamp in Hambühren II. Umstritten war im Gemeinderat vor allem die Frage, ob der Spielplatz am Eichkamp nicht doch erhalten bleiben könne. Mit knapper Mehrheit entschied die Politik aber, dass auch für diesen Platz Schluss sein wird.

Hintergrund der Pläne sind die Kosten, die Gemeinde muss sparen. Im Hambührener Rathaus hofft man, durch die Schließung der Spielplätze einige tausend Euro im Jahr weniger auszugeben. Denn die Pflege von Klettergerüsten, Rutschen, Sandkisten und Co. ist teuer. Regelmäßig müssen Bauhof-Mitarbeiter die Geräte überprüfen. Kaputte Geräte müssen ersetzt werden. Müll wird gesammelt, Rasen gemäht. Dazu kommt: Die Flächen Rehschneise und Eichkamp sollen, wenn möglich, zu marktüblichen Preisen verkauft, also in Bauland verwandelt werden, hieß es.

In Hambühren gibt es 20 öffentliche Spielplätze. Die Gemeinde hatte argumentiert, dass die fünf Spielplätze, die geschlossen werden sollen, kaum noch genutzt würden. Das hat verschiedene Gründe: Die Sozialstruktur in einigen Gegenden ändert sich im Laufe der Jahre. Wo früher viele Kinder wohnten, leben heute unter Umständen überwiegend Rentner. In Gegenden mit vielen Einfamilienhäusern spielen Kinder wiederum vor allem im eigenen Garten.

Verwaltungschef Thomas Herbst sagte, dass er der Politik die Eichkamp-Schließung nochmals zur Diskussion geben wolle. Wenn viele Bürger der Ansicht seien, der Spielplatz müsse erhalten werden, dann sei er gesprächsbereit. "Das Meinungsbild war uns bisher nicht bekannt", so Herbst. Zudem gehe es bei einem einzigen Spielplatz nicht um allzu viel Geld.

Mit der Überlegung, öffentliche Flächen für Kinder einzudampfen, steht die Gemeinde Hambühren nicht alleine da. So hatte auch der Winser Gemeinderat vor wenigen Monaten beschlossen, mehrere Spielplätze zu schließen und in Bauland zu verwandeln. In Winsen soll im geplanten Sportpark ein neuer Abenteuer-Spielplatz errichtet werden. Zudem wurde kürzlich am Lönsweg ein neuer Spielplatz eingeweiht. Die Spielstätte sollte eigentlich als Bauland veräußert werden. Nach Protesten entschied sich die Gemeinde Winsen für eine Modernisierung.

Die Bocksbrücke über den Fuhsekanal in Hambühren gehört zu den schlechtesten Brücken in Niedersachsen. Auf einer Skala für marode Brücken, die bis 4 geht, bekommt sie die Note 3,5. Noch schlechter ist nur eine Überquerung in Goslar.

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