Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Hambühren Sperrmüll landet immer wieder im Wald
Celler Land Hambühren Sperrmüll landet immer wieder im Wald
11:31 08.04.2016
Peter Schiefke vom Abfallzweckverband findet oft illegal abgelegten Müll, wie hier am Bruchweg in Hambühren. Quelle: Alex Sorokin
Hambühren

HAMBÜHREN. Ein großes Schild mit der Aufschrift „Achtung Natur – Keine Abfallentsorgungsstelle“ steht an einer Waldeinfahrt am Bruchweg in Hambühren. Es weist daraufhin, dass dort keine Mülldeponie ist und das Abladen von Abfall nicht gestattet ist. Erneut haben Unbekannte das Schild ignoriert und den Wald in Hambühren benutzt, um ihren Sperrmüll zu entsorgen.

Beim Abfallzweckverband Celle kümmert sich Peter Schiefke als Sachgebietsleiter um illegal entsorgten Müll und nimmt Anrufe von Cellern entgegen, die wilde Müllablagerungen anzeigen. „Ich kriege täglich Meldungen von Müllablagerungen in der Natur. Jede Woche muss unser Wildmüllwagen durch den Landkreis fahren“, erzählt Schiefke. Wenn ein Anruf eingeht, fährt der extra dafür abgestellte Mitarbeiter mit dem Wagen los und befreit die Natur wieder von dem abgelegten Unrat.

Die Warnschilder wurden an exponierten Stellen angebracht, um mögliche Täter von der illegalen Müllentsorgung abzuhalten und an die Vernunft zu appellieren. „Bei Leuten, die diesen kriminellen Hintergrund haben, bewirken die Schilder kaum was“, sagt Schiefke.

Ob die Situation durch die aufgestellten Schilder nachhaltig besser werde, könne man noch nicht endgültig sagen. „Bisher haben wir ganz gute Erfahrungen mit den Schildern gemacht. Wir haben im Landkreis insgesamt 30 Schilder aufgestellt und sobald uns Müll auffällt oder gemeldet wird, kümmern wir uns schnellstmöglich darum“, sagt Schiefke.

Der Sachgebietsleiter versteht das Unrechtsbewusstsein der Täter nicht. „Das ist nicht zu rechtfertigen. Die Natur wird immer wieder geschädigt. Man kann Sperrmüll für ein Paar Euro anmelden, dann wird er sogar von zu Hause abgeholt“, so Schiefke.

Er mahnt immer wieder, diese wilde Müllentsorgung zu lassen. „Da werde ich richtig wütend. Wir haben auch schon einige Male die Schuldigen auf frischer Tat erwischt. Bußgelde sind die Folge, wenn Rest- oder Sperrmüll in der freien Landschaft abgelegt wird“, erläutert Schiefke. Wenn sogar Sondermüll beispielsweise in Kanistern im Wald abgestellt werde, sei das eine Straftat, die weiter verfolgt werde.

Schiefke berichtet, dass bereits häufiger in Hambühren Müll illegal entsorgt wurde. „Manchmal können wir aufgrund der abgelegten Dinge Rückschlüsse auf den Täter ziehen und ihn so finden“, so der Sachgebietsleiter.

Wichtig sei es, dass Bürger sofort Bescheid geben, wenn sie illegal entsorgten Müll an irgendeiner Stelle in der Natur sehen oder sogar jemanden beim Entsorgen beobachten können.

Von Jessica Poszwa