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Hambühren Tritt Hambührens Bürgermeister Thomas Herbst noch einmal an?
Celler Land Hambühren Tritt Hambührens Bürgermeister Thomas Herbst noch einmal an?
18:04 18.08.2017
Von Simon Ziegler
Quelle: Michael Schäfer
Hambühren

HAMBÜHREN. Der parteilose Bürgermeister will sich bis zum Frühjahr 2018 entscheiden, ob er bei der Wahl antreten wird. Seine achtjährige Amtszeit endet im Oktober 2019. Die Wahl könnte ein halbes Jahr zuvor, also im Frühjahr 2019 stattfinden. Herbst sagte, dass – ohne ins Detail zu gehen – sowohl personelle Überlegungen als auch Sachfragen bei seiner Entscheidung eine Rolle spielen würden.

Wie auch immer sein Entschluss ausfällt, auf die Unterstützung aus der Politik wird er kaum zählen können. Parteiübergreifend war Herbst für seine Amtsführung immer wieder kritisiert worden. Ein Vorwurf an seine Adresse lautet, dass Projekte nur schleppend angeschoben und Probleme ausgesessen würden.

Die beiden großen Parteien haben sich bereits festgelegt. "Die CDU wird eine erneute Kandidatur von Bürgermeister Herbst nicht unterstützen", sagte die Hambührener CDU-Chefin Barbara Kolkmeier. Erwartet wird, dass die Christdemokraten einen eigenen Kandidaten aufstellen. Wer das sein wird, ist noch nicht bekannt. "Der Willensbildungsprozess innerhalb der CDU Hambühren zur Frage der Aufstellung eines eigenen Kandidaten läuft bereits. Wir werden zur passenden Zeit über das Ergebnis dieser Meinungsbildung unterrichten. Dies ist derzeit noch zu früh, da die internen Gespräche noch nicht abgeschlossen sind. Ein fester Zeitplan steht noch nicht fest", so Kolkmeier.

Andreas Ludwig, Chef des SPD-Ortsvereins, sagte zu einer möglichen neuen Kandidatur des amtierenden Verwaltungschefs: "Das ist die persönliche Entscheidung von Bürgermeister Herbst, die er hoffentlich gut abwägt." Seine bisherige Amtsführung sei sowohl nach innen als auch in der Außenwirkung aus Sicht der SPD "sehr durchwachsen". Die Sozialdemokraten wollen – Stand heute – einen eigenen Bewerber für das Bürgermeisteramt aufstellen. "Die SPD wird zu einem geeigneten Zeitpunkt eine Kandidatin oder einen Kandidaten nominieren", so Ludwig.

Im Gemeinderat sitzen außerdem noch die kleinen Fraktionen FDP, Grüne, UFO und AfD. Ein Problem von Thomas Herbst ist, dass er im Rat wenig politischen Rückhalt hat. Es kam sogar vor, dass er bei Abstimmungen zu einzelnen Fragen im Rat völlig isoliert dastand – ohne ein einziges Ratsmitglied an seiner Seite. Andererseits bleibt die Frage, was die Bürger davon überhaupt mitbekommen und ob sein schwieriges Verhältnis zur Politik bei der Bürgermeisterwahl entscheidend sein wird.

Auch in Winsen wird in absehbarer Zeit, nämlich Ende 2018, ein Bürgermeister gewählt. Dort hatte zuletzt Amtsinhaber Dirk Oelmann (SPD) ebenfalls offengelassen, ob er für das Amt erneut zur Verfügung steht.