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Hambühren Tschernobyl-Gruppe zu Gast in Oldau
Celler Land Hambühren Tschernobyl-Gruppe zu Gast in Oldau
17:05 21.07.2014
"Urlaub vom verstrahlten Alltag": Der CVJM lud eine Gruppe aus Weißrussland nach Oldau ein.  Quelle: Hartmut Jakubowsky
Oldau

In der weißrussischen Region Wolozhin hat sich an der verheerenden Langzeitwirkung der nuklearen Katastrophe bis heute wenig verändert. Kindern in dem kleinen Ort Sakowschtzina – etwa 400 Kilometer von Tschernobyl entfernt – versucht der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) seit 22 Jahren zu helfen. So lädt der CVJM Oldau Jahr für Jahr Kinder der fünften Klasse aus einer Schule mit ihren Betreuern ein zum "Urlaub vom verstrahlten Alltag". Inzwischen haben viele Kinder ereignisreiche Wochen im Celler Land erlebt.

In diesem Jahr verlief der Besuch etwas anders. Die zunehmende Landflucht der Menschen in Wolozhin führt dazu, dass zu wenig Schüler die fünfte Klasse besuchen. So pausiert der Besuch bis 2015. Aber angesichts der angespannten Situation in der Ukraine war es dem CVJM besonders wichtig, den Kontakt zu halten. Also kam eine "Delegation" von sieben Jugendlichen sowie der Direktorin der Schule, der Vizedirektorin und eines CVJM-Vorstandsmitglieds für eine Woche nach Deutschland.

Der Besuch bot ein dichtes Programm mit Besichtigungen und Begegnungen. Bei Kaffee und Kuchen fand der traditionelle Nachmittag in Oldau mit einheimischen Gästen und Spendern statt, an dem die Gäste sich mit einem eigenen Programm vorstellten. Die Jugendlichen erfreuten diesmal mit Akkordeonspiel, Volksliedern und mit einem auf deutsch vorgetragenen Gedicht von Heinrich Heine. Seit 22 Jahren unterstützen Privatleute, der Frauenring Hambühren und der Club Celle Soroptimist International den CVJM mit Spenden.

Von CZ