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Hambühren Unteroffiziere auf den Spuren der Wikinger
Celler Land Hambühren Unteroffiziere auf den Spuren der Wikinger
11:33 08.11.2010
Unteroffizier-Vereinigung Hambühren auf großer Fahrt. Quelle: nicht zugewiesen
Hambühren

Am frühen Morgen des 24.09.2010 trafen sich 10 Mitglieder der Vereinigung, Peter Stübbe, Lutz Ebneter, Helmut Brümmer, Jürgen Griesel, Anton Schneider, Hans Mönnich, Dieter Linnewedel, Horst Zuther, Ralf Tobien und Lothar Franciscy und fuhren mit zwei Fahrzeugen gen Norden.

Unser erstes Ziel war die Wikingerstadt Haithabu bei Schleswig, an der Schlei. Die Stadt wurde etwa um 770 gegründet und war zu der Zeit der bedeutendste Handelsplatz. Warscheinlich wurden hier Handelsgüter verladen, die über Land bis zur Eider gebracht wurden und von dort weiter zur Nordsee verschifft wurden und umgekehrt. Die Stadt war durch einen Halbkreiswall gegen Angriffe von Land her geschützt

Vom 9. Bis ins 10. Jahrhundert hatte Haitabu mindesten 1000 Einwohner. Hier wurden auch Münzen geprägt und es gab auch schon Falschgeld.

Heute befindet sich in der Nähe des Halbkreiswalles das Wikingermuseum. In diesem hochinteressanten Gebäude werden alle Ausgrabungsgegestände aufbewahrt, wie Waffen, Münzen, Schriftzeichen, Gebrauchsgegenstände, usw. Auf dem Gelände Haithabus wurden von 2005 bis 2008 sieben, aus Befund rekonstruierte Wikingerhäuser errichtet und am 07. Juni 2008 mit einem Festakt der Öffentlichkeit präsentiert

Aber auch Schleswig hat einige Sehenswürdigkeiten. Da war zunächst der Dom, der mit seiner 112 Meter hohen Turmspitze die Stadt weit überragt. Das Dominnere ziert der von Hans Brüggemann von 1514 bis 1521 aus Eichenholz gefertigte Altar Er ist 12,60 Meter Hoch und schildert mit 392 Figuren die biblische Passionsgeschichte von der Gefangennahme Jesu bis zu Christi Himmelfahrt.

Weiter ging es zum Fischerdorf Holm. Früher ein eigenständiges, auf einer Insel in der Schlei liegendes Dorf. Der Name Holm kommt aus dem Dänischen und bedeutet kleine Insel. Gegründet wurde das Dorf um das Jahr 1000. Heute ist Holm mit dem Festland verbunden und ein Stadtteil von Schleswig. Aber damals wie heute waren und sind die Holmer Fischer. Zentraler Mittelpunkt des Viertels ist ein kleiner Friedhof mit eigener Kapelle, um den sich die einzelnen Fischerhäuser gruppieren. Alle Häuser sind übrigens an der Straßenseite reichlich mit Blumen verziert.

Das Endziel des ersten Tages war die Marineschule in Flensburg-Mürwik. Hier fanden wir Unterkunft in der Schule für strategische Aufklärung. Die Verbindung zu dieser Einheit stammt noch aus der Zeit der „Hambührener Fernmelder“.

Stube belegen, Betten beziehen und ab in die Flensburger Altstadt. Der Tag wurde beendet in Hansens Brauerei.

Von Charleen Günther