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Hambühren Waldkita in Ovelgönne vorerst gerettet
Celler Land Hambühren Waldkita in Ovelgönne vorerst gerettet
18:04 19.12.2017
Von Simon Ziegler
Quelle: Archiv
Hambühren

HAMBÜHREN. Eine endgültige, dauerhafte Lösung für den Waldkindergarten ist aber noch nicht gefunden worden. Der Betrieb soll jetzt zunächst bis zum 31. Juli 2019, also ein weiteres Jahr aufrecht erhalten werden. Die Gemeinde-Verwaltung wurde zudem beauftragt, zu prüfen, in welcher Form eine Waldgruppe künftig betrieben werden kann. Für diese Variante gab es im Gemeinderat eine große Mehrheit. 23 Ratsmitglieder stimmten bei zwei Enthaltungen für den Betrieb zunächst bis Mitte 2019. Gegenstimmen gab es keine.

In der Debatte zum Waldkindergarten merkte Hans-Günter Siewerin von der Unabhängigen Fortschrittlichen Initiative (Ufo) kritisch an, dass nur wenige Eltern aus Hambühren ihre Kinder zu den "Füchsen" schicken würden. Derzeit sind vier Kinder aus Hambühren neu für das kommende Kita-Jahr angemeldet. Dazu kommen vier Kinder aus der Gemeinde, die bereits jetzt die Einrichtung besuchen. Fünf Kinder aus Wietze und Winsen werden – Stand jetzt – die Einrichtung ab August besuchen. Zwei Plätze sind noch frei. Die Anmeldefrist für das neue Kindergarten-Jahr läuft noch bis zum 31. Januar.

"Trotz der großen Aufmerksamkeit gibt es nach wie vor aus Hambühren eine ganz geringe Nachfrage. Man muss sich ernsthaft die Frage stellen, ob es Sinn macht, diese Gruppe weiter zu betreiben", sagte Siewerin. Er zog Parallelen zum Bürgerbus. Sollte heißen: Auch der Bürgerbus sei ein Angebot gewesen, das zu wenige Hambührener genutzt hatten. Der Bus fährt nicht mehr.

Zu einem anderen Schluss kam Dieter Sawischlewski von der FDP. "Das ist ein außergewöhnlicher Kindergarten. Die Politik war von Anfang an gegen die Schließung", sagte er. Barbara Kolkmeier (CDU) kritisierte, dass Bürgermeister Herbst nicht mit den Eltern kommuniziert habe. Ralf Volz (SPD) appellierte an die Verantwortlichen, eine einvernehmliche Lösung für den Waldkindergarten zu finden. Die AfD glaubt, dass die von Eltern initiierte Unterschriftenaktion zum Umdenken bei Herbst geführt habe. "Schade, dass alle nur über die Kosten und nicht die Pädagogik sprechen", sagte Christian Zahl. Die Schließung hätte den Gemeinde-Haushalt um etwa 30.000 Euro im Jahr entlastet.