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Hambühren Wolf bei Unfall getötet
Celler Land Hambühren Wolf bei Unfall getötet
12:20 07.12.2018
Von Christopher Menge
Erneut ist ein Wolf im Landkreis Celle bei einem Verkehrsunfall getötet worden. Quelle: Anne Friesenborg
Rixförde

Bei einem Unfall ist am Freitagmorgen gegen acht Uhr ein Wolf auf der Landesstraße 298 im Bereich der Abfahrt nach Rixförde getötet worden. Eine Autofahrerin befuhr die Strecke, als plötzlich ein "hundeähnliches Tier" über die Straße lief und von ihrem Auto erfasst wurde. Die Autofahrerin informierte die Polizei. Bei der Nachschau stellte sich heraus, dass es sich tatsächlich um einen Wolf handelte, der tot im Straßengraben lag.

Untersuchung in Berlin

Der Rüde ist sehr wahrscheinlich noch ein Jungtier. Ob der Wolf aus dem Wietzer Rudel stammt, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Der Wolfsrüde soll nun in Berlin im Institut für Zoo- und Wildtierforschung untersucht werden. Landesweit sind damit in diesem Jahr 19 Wölfe im Straßenverkehr getötet worden.

Sechster toter Wolf im Landkreis Celle

Im Landkreis Celle waren zuvor vier Wölfe bei Unfällen ums Leben gekommen. Am 10. Januar 2015 starb ein Wolf nach einem Unfall auf der Bundesstraße 191 zwischen Eschede und Celle, am 16. Oktober 2015 wurde ein Wolf zwischen Hetendorf und Widdernhausen überfahren. Ebenfalls bei einem Verkehrsunfall starben am 26. Januar 2016 ein Wolf bei Ovelgönne und ein weiteres Tier am 29. November bei Unterlüß. Zudem war eine junge Wölfin – ein Nachkomme aus dem Wietzendorfer Rudel – Anfang März 2018 auf einem Feld bei Bonstorf tot aufgefunden worden. Das Tier wurde erschossen.

Täter nicht ermittelt

Die Polizei Celle stellte ihre Ermittlungen im August ein. „Wir konnten den Täter nicht ermitteln“, sagte Polizeisprecherin Birgit Insinger auf CZ-Nachfrage. Auch der Täterkreis hätte nicht eingegrenzt werden können.

18 Schrotkugeln im Kadaver der Wölfin

In dem Kadaver der Wölfin waren 18 Schrotkugeln gefunden worden. „Es konnte auch nicht ermittelt werden, ob der Fund- auch der Tatort war“, sagte Insinger. Es ist durchaus möglich, dass die tödlichen Schüsse außerhalb des Landkreises abgegeben worden sind und die Wölfin noch bis zum Feld bei Bonstorf gelaufen ist.

Jäger standen unter Verdacht

Da Schrotflinten in der Jagd auf Kleinwild verwendet werden, waren die Jäger nach dem Vorfall unter Verdacht geraten. Kreisjägermeister Hans Knoop hatte schon zuvor davor gewarnt, dass jemand zur Waffe greifen könnte, um einen Wolf zu erlegen. „Das ist wie Selbstjustiz – die Kreisjägerschaft lehnt das ab“, betonte Knoop. Es sei aber nicht bewiesen, dass ein Jäger die Wölfin erschossen habe. Der Verein Wolfsschutz Deutschland hatte nach dem Vorfall zusammen mit einem Fördermitglied eine Belohnung in Höhe von 2100 Euro für die Ergreifung des Täters ausgesetzt.

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