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Bröckel Die WM 1974 als schönstes Erlebnis in 60 Jahren Ehe
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Bröckel Die WM 1974 als schönstes Erlebnis in 60 Jahren Ehe
17:04 26.02.2014
Von Carsten Richter
Vor 60 Jahren haben sie „Ja“ gesagt: Gisela und Horst Weidt feiern heute diamantene Hochzeit. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Bröckel

BRÖCKEL. 1954 kam ihr Sohn Detlef zur Welt, kaum einen Monat später starb er bereits. Bis zur Geburt ihrer Tochter Silvia 1962 arbeitete Gisela Weidt als Kittelpresserin in einer Wäscherei. Horst Weidt ging nach der Schneiderlehre in die Industrie, zunächst nach Hänigsen, danach nach Wolfsburg zum VW-Werk und später zur Molkerei nach Bröckel. Nach deren Schließung wechselte er 1962 als Lkw-Reifenheizer zur Conti nach Hannover. 1969 ist das Paar ins Sportheim Bröckel gezogen, wo Horst Weidt 30 Jahre lang als Platzwart fungierte, Gisela Weidt für die Umkleidekabinen der Fußballspieler zuständig war und sie gemeinsam die Gaststätte leiteten.

Mit ihren fünf Enkelkindern fuhren Gisela und Horst Weidt regelmäßig zum Schwimmunterricht oder Schlittschuhlaufen. Aber auch Urlaub machten sie gerne. So besuchten sie die Familie von Horst Weidt in der ehemaligen DDR, fuhren acht Jahre hintereinander nach Kössen in Tirol, flogen nach Gran Canaria, Mallorca, Bulgarien, Rumänien und Marokko.

Ihre schönsten Erlebnisse waren die Olympischen Spiele in München 1972 und die Weltmeisterschaft in Deutschland 1974, wo sie das Endspiel Deutschland gegen Holland live miterlebten. Die Abschiedsspiele von Uwe Seeler, Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Sepp Meier und Paul Breitner rundeten ihr Sportinteresse ab.

Seit über 25 Jahren ist Horst Weidt im Kreisfußball Celle ehrenamtlich als Staffelleiter tätig, was ihm nach wie vor viel Spaß macht. Sonntags sieht man die beiden immer noch auf dem Fußballplatz. Die Heimspiele von Bröckel erleben sie direkt vor der Tür – ihr Haus liegt direkt neben dem Sportplatz. (cz)