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Bröckel Freie Sicht für Bröckel: Gemeinderat will weniger Windräder
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Bröckel Freie Sicht für Bröckel: Gemeinderat will weniger Windräder
18:01 29.06.2017
Quelle: Alex Sorokin (Symbolfoto)
Bröckel

BRÖCKEL. Seit Jahren wird eine Umzingelung des Ortes im Celler Südosten diskutiert. Denn Bröckels Lage ist besonders: Gleich drei Kreisgrenzen der Landkreise Celle, Gifhorn sowie der Region Hannover treffen dort aufeinander – drei Landkreise und ihre Gemeinden, die bei der Windkraftplanung weitgehend ihr eigenes Süppchen kochen. Nun hat sich der Gemeinderat dafür stark gemacht, dass Bröckel künftig mehr Platz zum Wachsen und mehr freie Sicht bekommt.

Anlass für die Stellungnahme des Bröckeler Gemeinderates sind die Windkraft-Pläne des Landkreises Celle. Diese befinden sich auf der Zielgeraden. Seit Jahren arbeitet der Landkreis an einem Regionalen Raumordnungsprogramm. Dieses soll herausfiltern, wo neue Windräder gebaut werden könnten. Frühestens Ende des Jahres wird der Kreistag dann entscheiden, wo Vorranggebiete für Windkraft ausgewiesen werden. Vorranggebiete haben den Vorteil, dass nur innerhalb dieser Flächen Windräder errichtet werden dürfen.

In seiner Planung für die Gemeinde Bröckel hat der Landkreis Rücksicht darauf genommen, dass bereits insgesamt mehr als 30 Windkraftanlagen um den Ort errichtet wurden. So ist eine Sichtachse im Südwesten mit einem 60-Grad-Winkel vorgesehen, hier soll der Blick nicht auf Windräder treffen. Die Gemeinderatsmitglieder lobten diese Aussparung.

Allerdings reiche dies aus Sicht der CDU-Fraktion noch nicht aus. Sie schlug in einem Antrag vor, zwei kleinere Windkraftflächen im Nordwesten zu streichen. Auf einer der Flächen steht bereits ein Windrad, dieses müsste mittelfristig weichen. "Das gibt Bröckel Raum, sich zu entwickeln", sagte Bürgermeister Hans-Hinrik Berkhan der CZ. Durch den Wegfall der Windkraftflächen würde zum Beispiel ein weiteres Baugebiet möglich sein. Gleichzeitig könnte man den vorgeschriebenen Abstand von 1000 Metern zwischen Gebäuden und Windrädern einhalten. "Das ist kein Angriff auf Windkraft. Wir wollen uns Entwicklungsmöglichkeiten erhalten", betonte Berkhan.

Von Amelie Thiemann