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Bröckel Urgestein Heinrich Behrens gewürdigt
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Bröckel Urgestein Heinrich Behrens gewürdigt
21:40 19.09.2018
Von Carsten Richter
Neuer Ehrenbürger von Bröckel: Heinrich Behrens, Bürgermeister Hans-Hinrik Berkhan und Samtgemeindebürgermeister Helfried H. Pohndorf (von links) bei der Feierstunde. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Bröckel

Die Verdienste von Heinrich Behrens sind schwer auf wenige Sätze zu reduzieren. 15 Jahre lang Bürgermeister der Gemeinde Bröckel, 25 Jahre Mitglied im Samtgemeinderat Flotwedel, 30 Jahre im Bröckeler Gemeinderat. Doch bloße Eckdaten können Heinrich Behrens‘ Lebensleistung kaum ausreichend beschreiben. Nicht zu vergessen sein Engagement in der Schützengesellschaft Bröckel-Wiedenrode und im TuS Bröckel. „Mit Herzblut“ habe er sich politisch und gesellschaftlich eingebracht, so Samtgemeindebürgermeister Helfried H. Pohndorf. In einer Feierstunde wurde Behrens am Dienstag zum Ehrenbürger der Gemeinde Bröckel ernannt.

Heinrich Behrens ist ein Bröckeler Urgestein, er kennt wohl sprichwörtlich jeden Pflasterstein. Und dennoch gibt es einen Ort, der für ihn eine ganz besondere Bedeutung hat. Es ist der Platz an der Marienkirche. „Eine der tollsten Veranstaltungen, die ich erlebt habe, hat hier stattgefunden“, sagt der 69-Jährige. Es war das Jahr 1981. Der Zapfenstreich der Schützen war ein unvergessliches Erlebnis für den damals 32-Jährigen. Es war auch das Jahr, in dem Behrens zum ersten Mal Schützenoberst war.

Insgesamt gehört er seit 46 Jahren dem Schützenkomitee an. 1975 wurde er erstmals Schriftführer – als Nachfolger Ludwig Santelmanns, der in diesem Jahr Pastor wurde. „Er hat mein Leben maßgeblich beeinflusst“, sagt Behrens. Genauso wie Horst-Erich Weber, der ihn 1986 in die Politik holte. Oder Walter Kanther, früherer Samtgemeindebürgermeister und ebenfalls Bröckeler Ehrenbürger. Behrens war lange Jahre sein Stellvertreter, heute ist er sein Nachfolger als Vorsitzender des Heimatvereins.

Hauptberuflich fing Behrens nach der Ausbildung zum Verwaltungsangestellten und weiterer zehnjähriger Tätigkeit bei der Samtgemeinde Wathlingen 1980 bei der Stadt Gifhorn an, war dort bis zum Beginn der Altersteilzeit 2011 im Ordnungsamt beschäftigt. Parallel dazu lief im Flotwedel seine ehrenamtliche Arbeit in der Kommunalpolitik, im Sport- und Schützenverein.

Heinrich Behrens leugnet nicht, dass es in all den Jahren auch harte Auseinandersetzungen zwischen Rat und Verwaltung gab. Nicht immer blieb es fair. Doch Behrens kennt eben beide Seiten und bringt gegenseitiges Verständnis auf. „Es ist wichtig, das Gespräch zu suchen, auch mit politischen Gegnern.“ Behrens ist Realist, etwa bei der Windkraft. „Man muss sich mit der Wirklichkeit auseinandersetzen“, so Behrens. Der Standpunkt „Erneuerbare Energien ja, nur nicht vor meiner Haustür“ sei wenig zielführend.

In all den Jahren lag es ihm vor allem am Herzen, Bürger an den Ort zu binden. „Eine junge Familie fragt sich doch zuerst, ob es genug Krippenplätze und Ganztagsangebote in den Schulen vor Ort gibt“, so Behrens. Bröckels größtes Manko sei die schlechte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr – hier müsse sich dringend etwas tun. „Mit deiner sachlichen, zupackenden, geduldigen und zielstrebigen Art sind viele Dinge erst möglich geworden“, sagte Bröckels Bürgermeister Hans-Hinrik Berkhan bei der Feierstunde zu seinem Vorgänger.

Nun darf es gerne etwas ruhiger werden, wünscht sich Behrens. Doch bei seinen Plänen ist das schwer vorstellbar. Zusammen mit seiner Frau hat er auf seinem Grundstück angebaut – für ein altersgerechtes Wohnen. Noch ist längst nicht alles fertig. Außerdem stehen gemeinsame Radtouren auf dem Programm. Und bei schlechtem Wetter wartet im Heimatverein genug Arbeit. „Im Haus von Pastor Santelmann liegen noch so viele interessante Schriften. Das wollen wir alles archivieren.“ Etwa zehn Veranstaltungen im Jahr seien das Ziel des Heimatvereins. Ruhe sieht anders aus.

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