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Eicklingen Anhebung der Altersgrenze bei Feuerwehren
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Eicklingen Anhebung der Altersgrenze bei Feuerwehren
17:36 20.06.2012
Von Christoph Zimmer
Altersgrenze f¸r Feuerwehrleute von 62 auf 63 angehoben ist f¸r Walter Strohtmann gut Quelle: Peter M¸ller
Eicklingen

Eigentlich hätte der Gemeindebrandmeister von Flotwedel und stellvertretende Kreisbrandmeister von Celle mit seinem 62. Geburtstag im Oktober seinen aktiven Dienst quittieren müssen. Wer aber jetzt regelmäßig seine geistige und körperliche Eignung nachweist, kann künftig bis zur Vollendung seines 63. Lebensjahres aktiv sein. In einem gemeinsamen Gesetzesentwurf einigten sich die Landtagsfraktionen von CDU und FDP auf die Anhebung der Altersgrenze bei den Freiwilligen Feuerwehren in Niedersachsen. Das neue Brandschutzgesetz wird voraussichtlich im Juli im Landtag verabschiedet.

Natürlich freue er sich darüber, dass die Altersgrenze angehoben werden soll, sagt Strothmann. Immerhin ist er bis September 2013 als Gemeindebrandmeister gewählt worden. Es ist bereits seine dritte Amtsperiode und das Vertrauen, das ihm entgegengebracht wurde, möchte er auch erfüllen. Einerseits. Andererseits geht ihm die angedachte Altersgrenze von 63 Jahre nicht weit genug. "Das ist ein fauler Kompromiss", sagt Strothmann und meint: einen guten Feuerwehrmann erkennt man nicht nur am Alter. "Warum sollten sie nicht auch mit 65 Jahren noch ihren Dienst versehen?", fragt Strothmann. Es sei doch klar, dass sie "nicht als erstes mit schwerem Brandschutzgerät in ein brennendes Haus stürmen" werden, "aber es wäre fahrlässig, wenn wir in den Einsätzen ihre Erfahrung nicht nutzen würden, wenn sie gesund sind". Beispielsweise in der Ausbildung und Führung des Nachwuchses könnten sie "sehr wertvoll" sein.

Dennoch hatte sich der Kreisfeuerverband im März gegen eine Anhebung der Altersgrenze ausgesprochen, die Nachwuchsproblemen entgegenwirken und Auswirkungen des demographischen Wandels abfedern soll. "Aus meiner Sicht macht diese Lösung keinen Sinn", sagte Dirk Heindorff. Der Kreisbrandmeister betonte, dass es vielmehr darum gehe, den Feuerwehrnachwuchs früh auszubilden und an Führungsaufgaben heranzuführen. "Wer es versäumt hat, diese Strukturen rechtzeitig aufzubauen, dem wird auch diese Lockerung nicht großartig helfen."