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Eicklingen Beim Praktikum wird nicht immer der Traumberuf getroffen
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19:23 30.09.2016
Samuel Ziermann möchte nach dem Praktikum bei einem Fliesenleger doch lieber Elektriker werden. Quelle: Oliver Knoblich
Eicklingen

Die Ballons mit einem Startgewicht von 1800 Gramm sammeln bei Aufstieg Wetterdaten, die ein kleiner Sender zur Bodenstation funkt. In großer Höhe blähen sie sich zu Einfamilienhaus-Dimension auf. Wenn sie platzen, gleitet der Sender an einem Fallschirm zu Boden. "Das hat Spaß gemacht, das würde ich später gern machen", ist sich der Bockelskämper nach dem kurzen Einblick sicher. Aber erst stehen die Mittlere Reife oder das Abitur an.

Zwei Wochen lang hatten 86 Schüler der vier 9. Klassen der Oberschule Flotwedel in Eicklingen in die Berufswelt geschnuppert. In Behörden, Handwerksbetrieben, bei Handel und Gewerbe im Flotwedel, in der Region und in den Nachbarlandkreisen probierten sie aus, ob ihnen die Tätigkeit liegt. Einige knüpften auch erste Kontakte wegen eines Ausbildungsplatzes.

"Ich könnte es machen, es macht mir aber nicht richtig Spaß", sagte Samuel Ziermann, auch aus der 9c. Bei einem Fliesenleger hat er Keramikbeläge in den vierten Stock geschleppt und Fliesen eingespachtelt. Lieber würde er Elektriker werden, auch wenn man da weniger verdiene.

Laura Linneweh aus Nienhof hatte zwei Wochen lang mit Brautmoden und Garderobe für festliche Anlässe zu tun. Sie war bei Kundenberatung und Anprobe dabei, ordnete Kleider und dekorierte Puppen. "Das ist mein Berufswunsch", sagte die 14-Jährige, die eine Ausbildung nicht als Schneiderin, sondern als Einzelhandelskauffrau anstrebt. Klara Rabe aus der 9d und Laura Bonecke aus der 9c waren in der Gärtnerei, fertigten Gestecke und pikierten Pflanzen. "Erste Wahl wäre aber Bauzeichnerin", sagte Rabe.

Von Joachim Gries