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Eicklingen Bürgermeister in Eicklingen tritt ab: "24 Jahre Bürgermeister reichen"
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Eicklingen Bürgermeister in Eicklingen tritt ab: "24 Jahre Bürgermeister reichen"
18:47 16.03.2015
Hermann Rodenberg. Quelle: Joachim Gries
Eicklingen

Wenn am Montag kommender Woche der Rat der Gemeinde Eicklingen tagt, wird es für Hermann Rodenberg die letzte Sitzung sein: Zum 31. März gibt der 61-Jährige sein Mandat und damit auch das Amt des Bürgermeisters auf. Im April wird der Eicklinger Rat dann einen neuen Bürgermeister wählen. Kandidat ist Jörn Schepelmann, der seit der letzten Kommunalwahl Mitglied im Rat ist.

"Fast 24 Jahre sind genug", sagt Rodenberg. So lange ist er Bürgermeister der Gemeinde Eicklingen. Noch zehn Jahre länger ist er Ratsmitglied, 1981 wurde er erstmals in das Gremium gewählt. Sein Ausscheiden komme nicht überraschend, sagt der Bürgermeister, bereits vor der letzten Kommunalwahl habe er angekündigt, nicht mehr die gesamte Wahlperiode zur Verfügung zu stehen. So habe sein Nachfolger die Möglichkeit, sich bis zur Kommunalwahl 2016 zu positionieren. Seinen Sitz im Rat der Samtgemeinde Flotwedel will Rodenberg allerdings bis zur Wahl im kommenden Jahr behalten.

Wenn Rodenberg jetzt Bilanz zieht, ist er stolz auf die gute dörfliche Gemeinschaft, das rege Vereinsleben und ein funktionierendes Gemeinwesen. "Eicklingen hat nur geringe Schulden", sagt der scheidende Bürgermeister. Die Kommune habe immer sparsam gewirtschaftet und kaum freiwillige Leistungen im Haushalt ausgewiesen. Er könne schon sagen, dass er ein bestelltes Haus hinterlasse. Der Sitzungsdienst in seiner Gemeinde habe ihm nicht viel ausgemacht, sagte Rodenberg. Allerdings sei ihm das Repräsentieren zuletzt ein bisschen viel geworden.

Nicht alle von Rodenbergs Wünschen gingen in den vergangenen Jahren in Erfüllung. Er mache keinen Hehl daraus, dass er es gern gesehen hätte, wenn die Verwaltung der Samtgemeinde Flotwedel im Amtshof in Eicklingen untergekommen wäre. "Wir als Gemeinde haben das Gebäude gekauft, um es zu retten." Allerdings habe sich eine Mehrheit im Samtgemeinderat für den Neubau in Wienhausen entschieden. Heute laufe der Amtshof gut, sei komplett vermietet und mache als Gebäude schon etwas her in Eicklingen.

Auch ohne die Politik seiner Heimatgemeinde werde er noch genug um die Ohren haben, sagt der scheidende Bürgermeister. Zudem werde er noch gut drei Jahre arbeiten müssen. Nach einer Ausbildung am Niedersächsischen Studieninstitut für kommunale Verwaltung war Rodenberg zwei Jahre im Escheder Rathaus beschäftigt. Seit dem 1. April 1988 arbeitet er im Rathaus der Samtgemeinde Wathlingen.

Seinem potenziellen Nachfolger bescheinigt Rodenberg, sehr engagiert zu sein. Schepelmann, der heute 28 Jahre alt ist, habe bei der letzten Kommunalwahl ein paar Wählerstimmen mehr als er selbst erhalten. Ob es nach dem Wechsel an der Spitze dabei bleibe, dass die SPD den zweiten stellvertretenden Bürgermeister stelle und wer die Kommune dann in sonstigen Gremien vertrete, wisse er nicht. "Mit den Veränderungen befasse ich mich nicht", sagt Rodenberg.

Von Joachim Gries