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Eicklingen Frischekur für Eicklinger Mühlenweg
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16:59 03.04.2018
Von Christian Link
Schluss mit der Tristesse am Mühlenweg: Hier soll ein neues Dienstleistungszentrum entstehen. Quelle: Christian Link
Eicklingen

„Der Gebäudekomplex führt ein bisschen ein trostloses Dasein“, beschreibt Bürgermeister Jörn Schepelmann den Zustand. Politik und Verwaltung wollen das ändern: Die Gemeinde möchte das Ladenzentrum an der Ecke Mühlenweg/Webersfeld aufkaufen, abreißen und als Dienstleistungszentrum neu bauen. Nur das Volksbank-Gebäude soll in seiner derzeitigen Form erhalten bleiben. Hier will die Fahrschule Lüer einziehen, die bisher zwei Türen weiter zu finden ist. Volksbank und Sparkasse könnten zu Mitbewohnern der Fahrschule werden – beide Geldinstitute möchten weiterhin mit Geldautomaten und Kontoauszugsdruckern vor Ort bleiben.

„Mit dem Eigentümer des alten Edeka-Marktes gibt es bereits eine Einigung“, berichtet Schepelmann. Nur die Volksbank ziert sich offenbar noch und verhandelt mit der Fahrschule weiterhin über den Verkauf ihrer Filiale. „Da gibt es Bewegung. Ich bin zuversichtlich, dass es in der Zukunft eine Einigung geben wird“, sagt der Bürgermeister.

Schwierig ist jedoch die Finanzierung: Für den Ankauf steht im Haushalt kein Geld zur Verfügung. Unklar ist, ob ein Nachtragshaushalt für die Gemeinde nötig wird oder ob die Mittel außerplanmäßig bereitgestellt werden können. Die Frage ist insofern wichtig, als der Kaufpreis für das Gebäude bislang geheim ist – über ihn wurde in nichtöffentlicher Sitzung beraten.

Auch planungsrechtlich gibt es Fortschritte. Die zuständigen Ausschüsse haben einstimmig beschlossen, den Bebauungsplan für die Dreiecksfläche zwischen Mühlenweg, Webersfeld und Nördliches Feld zu ändern. Bislang gilt die Fläche als Sondergebiet für ein Ladenzentrum, was relativ viele Nutzungsmöglichkeiten offen lässt. Künftig soll hier nur noch „nicht störendes Gewerbe“ erlaubt sein. Damit will die Gemeinde die Wohnqualität erhalten, aber auch Neuansiedlungen durch Arztpraxen, Büros oder kleine Läden ermöglichen.

Die Bebauungsplanänderung bedeutet aber auch, dass der Spielplatz neben dem Ladenzentrum künftig überbaut werden könnte – sofern ein Interessent für die Fläche auftaucht, die derzeit im Besitz der Gemeinde ist. „Ich glaube, dass die Menge an Spielplätzen im Ort so groß ist, dass wir auf diesen einen irgendwann mal verzichten können“, sagt Schepelmann und verweist darauf, dass unter anderem im neuen Baugebiet Osterfeld-Nord ein ganz neuer Spielplatz entstehen wird.

Bei den Spielplatzbesuchern stößt ein mögliches Aus der Freizeitstätte auf Überraschung und Bedauern, aber auch auf Verständnis. „Der Spielplatz würde mir fehlen“, sagt die sechsjährige Marta Schumacher, die öfter mal kurz vor dem Mittagessen hier herumtobt. „Der nächste Spielplatz wäre uns dafür zu weit weg“, sagt ihre Begleiterin Lena Filter.

„Wir haben auf dem Land ja den großen Vorteil, dass wir große Grundstücke und viele Spielgeräte im Garten haben“, sagt York-Hendrik Voß, der mit Sohn Sönke gelegentlich hier spielt. Sehr intensiv werde der Spielplatz allerdings nicht genutzt. Deswegen könne er die Pläne der Gemeinde nachvollziehen. Schade wäre es laut den Kindern vor allem um die Schaukel und die Seilrutsche. Sönkes Urteil ist da eindeutig: „Die ist super!“

Noch bevor im Baugebiet Osterfeld-Nord die ersten Bagger rollen, werden auch schon die Planungen für das nächste Eicklinger Neubaugebiet konkret. Der Ausschuss für Dorfentwicklung, Heimat- und Kulturpflege berät heute Abend über den Bebauungsplan Osterfeld-Süd, der dem 3200-Seelen-Dorf einen gehörigen Bevölkerungszuwachs verschaffen soll.

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