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Eicklingen Heimatverein "Altes Amt" Eicklingen: Das Wertvolle bewahren
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Eicklingen Heimatverein "Altes Amt" Eicklingen: Das Wertvolle bewahren
18:53 16.10.2015
Am Modell des Amtshofs Eicklingen (von links): Erhard Köneke, Heiner Behrens, Manfred Halanke und Karin Schumacher. In der Hand hält Behrens das Amtsstubenhaus, in das der Heimatverein gern einziehen würde. Quelle: Stephanie Sinagowitz
Eicklingen

Premiere bei der Feier zum 40-jährigen Bestehen des Heimatvereins "Altes Amt" Eicklingen: Erstmals wurde das Modell des Eicklinger Amtshofs vorgestellt. Gebaut haben es die Mitglieder um den Vorsitzenden Erhard Köneke. Auch die Fotoausstellung über Themen wie den Bau des Dorfbrunnens vor zehn Jahren, die Auftritte der Volkstanzgruppe sowie Eicklingen in früheren Zeiten interessierte die Gäste der Feier im Gasthaus Santelmann.

Das Programm hielt für jeden Geschmack etwas bereit. Neben Festreden und den Ehrungen der Gründungsmitglieder Irmgard Damster, Heinrich Rodenberg und Hermann Berkhahn erfreuten die Auftritte des Frauensingkreises, der Big Band der Oberschule Flotwedel sowie des Gesangsduos Rainer Spatschek und Hans-Jürgen Jaskulski die Ohren der Musikliebhaber. Sportlich ging es zu beim Auftritt der Volkstanzgruppe unter der Leitung von Karina Buck, die seit zehn Jahren besteht. Und viel zu lachen hatten die rund 170 Gäste bei den beiden Sketchen von "Ilsedore" und "Fritz", „upp platt“ natürlich.

„Diese Veranstaltung war schnell ausverkauft, so dass wir am 1. November zu einem Tag der offenen Tür des Heimatvereins einladen“, sagte Köneke am Ende der gelungenen Feier. Auf seinem Hof, Amtshofstraße 10 in Eicklingen, haben interessierte Eicklinger dann erneut die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen das Modell und die Fotoausstellung zu besuchen.

Der Heimatverein „Altes Amt“ Eicklingen will bewahren, was wertvoll ist, und verändern, was notwendig ist, sowie Erinnerungen und Traditionen aufrechterhalten. Er verstehe sich als kulturelle Anlaufstelle und Mittelpunkt aller Eicklinger, so Köneke in seiner Festrede. Und diesen Mittelpunkt sieht der Verein im Amtshof, der vor zehn Jahren restauriert wurde.

Langfristiges Ziel des Heimatvereins sei es, in das ehemalige Richterhaus des Amtshofs – auch Amtsstubenhaus oder Glockenturm genannt – einzuziehen, sagt Köneke. Dieses Ziel sei jetzt so nah wie nie, denn das Gebäude – ebenfalls restaurationsbedürftig – stehe jetzt zum Verkauf. „Käufer soll die Gemeinde Eicklingen sein“, meint Köneke, die das Gebäude dann vor dem Verfall bewahren könnte, so dass es anschließend dem Heimatverein als Heimatstube dienen kann. Seiner Ansicht nach könne hier Ortsgeschichte gut dargestellt werden, etwa anhand der Vogtei oder von Schulen und Handwerk. „Auch das neue Amtshofmodell gehört da hinein“, meint der Vorsitzende, ebenso die lange Tradition der Schützenfeste in Form der drei Ortsfahnen.

Von Stephanie Sinagowitz