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Eicklingen Innovatives Wohnkonzept für Senioren in Eicklingen geplant
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Eicklingen Innovatives Wohnkonzept für Senioren in Eicklingen geplant
16:56 14.06.2017
Eicklingen

"Die Resonanz ist durchweg positiv", freut sich Bürgermeister Jörn Schepelmann. "Dieses Angebot fehlt bisher in der Gemeinde." Außerdem sei die Nachnutzung des Gutshofs mit dem Wohnprojekt für Senioren gewährleistet. "Die Idee ist gut für die Gemeinde", stellt Schepelmann klar.

Auf dem Gutshof-Gelände an der Dorfstraße sollen sieben bis acht Bungalows sowie vier Apartmenthäuser mit rund 40 Wohnungen und 30 Tagespflegeplätzen entstehen. Die praktisch geschnittenen Wohnungen und Bungalows sollen Senioren ein barrierefreies Wohnen ermöglichen. In den Bungalows können diejenigen wohnen, die noch weitgehend selbstständig sind, in den Apartments und in der Tagespflege sind jederzeit Pflegekräfte ansprechbar. Die Muus Pflege-, Betreuungs- und Servicegesellschaft wird den Betrieb des Senioren-Wohnparks übernehmen.

Der alte Gutshof bildet den Kern der Anlage. Die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude sind in U-Form angeordnet und sollen erhalten bleiben. Am Rande des Grundstücks, neben den beiden Scheunen, sollen die Bungalows stehen, die Apartmenthäuser hinter dem Gutshaus. Das Café im Gutshaus soll erhalten bleiben, auch Verwaltung und der Pflegedienst finden hier ihren Platz. "Die Anlage ist perfekt", sagt Planer Wittenberg.

Das sehen offenbar auch viele Senioren so, denn sowohl alle Bungalows als auch zahlreiche Wohnungen sind bereits vergeben. "Das ist ganz positiv, der Bedarf ist da", sagt Wittenberg. Er hat schon in Uetze ein ähnliches Projekt realisiert. Nun will der Eicklinger auch in seinem Ort ein entsprechendes Angebot schaffen. Die Idee: "Wir wollen weg vom typischen Pflegeheim-Charakter. Wir wollen einen Schritt nach vorne gehen."

Das will Wittenberg nicht nur mit einer attraktiven Wohnanlage, sondern auch mit innovativen Angeboten erreichen. Viele Senioren würden damit argumentieren, dass sie lieber in der Stadt wohnen, um flexibler zum Beispiel bei Arztterminen zu sein. Das Argument lässt Wittenberg nicht gelten und macht inzwischen sogar gegenteilige Erfahrungen. Zum Angebot des geplanten Wohnparks gehört unter anderem ein Fahrservice, der die Bewohner beispielsweise zum Arzt in die Stadt fährt. "So kann man auch im Alter auf dem Land leben. Und einige Senioren ziehen sogar von der Stadt raus aufs Dorf", erzählt Wittenberg.

Wann genau der Spatenstich erfolgen wird, darauf wollen sich weder Schepelmann noch Wittenberg festlegen. Der Zeitplan hänge vom Aufstellen des B-Plans, der Änderung des F-Plans, der öffentlichen Auslegung, diversen Gutachten und weiteren Faktoren ab. "Wenn es optimal läuft, dann wird im April 2018 gebaut", wagt Wittenberg eine vorsichtige Prognose.

Von Amelie Thiemann