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Eicklingen Werner Schnelle ist Eicklinger Original
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Eicklingen Werner Schnelle ist Eicklinger Original
16:09 22.09.2017
Werner Schnelle ist zum Ehrenbürger Eicklingens ernannt worden.   Quelle: Michael Schäfer
Eicklingen

„Ich habe nichts geahnt und war ein bisschen geplättet“, sagt Schnelle über den besonderen Moment zu Beginn der Feierlichkeiten. Auf dem elterlichen Hof von Eicklingens Bürgermeister Jörn Schepelmann beantragten die Junggesellen der Gemeinde offiziell das Schützenfest im Jahr 2019. Anschließend ergriff Schepelmann das Wort und ließ sich eine Urkunde reichen. Er dankte dem verdutzten Schnelle für sein „vielfältiges Wirken in der Gemeinde Eicklingen“ und zählte dessen Verdienste auf. Dann ernannte er Schnelle zum Ehrenbürger und überreichte ihm den dazugehörigen Brief. „Ich bin stolz darauf, ein Eicklinger zu sein“, bedankte sich der Geehrte unter Beifall.

Diesen Stolz merkt man Schnelle an. Voller Begeisterung erzählt er vom Eicklinger Dorfleben. Für ihn ist es selbstverständlich, dass er sich engagiert. Doch nur wenige bringen sich so umfangreich ein, wie Schnelle es tat und bis heute tut. Im Alter von acht Jahren begann der Eicklinger, Fußball zu spielen. Später war er Mannschaftsführer der 1. Herren, Jugendbetreuer und Fußball-Spartenleiter. Von 1973 bis 1992 war Schnelle Vorsitzender des TuS Eicklingen.

1973 war er eines der Gründungsmitglieder des Rings örtlicher Vereine und Verbände. „Da hat man alle Vereine unter einem Dach“, beschreibt Schnelle die Idee. Bis heute ist er ehrenamtlicher Geschäftsführer des Rings. Im Gemeinderat saß der Parteilose von 1996 bis 2011 und übernahm von 2006 bis 2011 das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters. Der gelernte Kfz-Mechaniker und Hauptfeldwebel der Bundeswehr hat als Vorsitzender des Festausschusses der Schützengesellschaft außerdem mehrere Schützenfeste organisiert. Bei der Freiwilligen Feuerwehr war er von 1963 bis 2008 aktives Mitglied. Von 2004 bis 2008 unterstützte er den Gemeindebrandmeister als Schirrmeister der Flotwedeler Feuerwehren.

Auch abseits des Ehrenamts ist Schnelles Name Programm. Mit seinem Fahrrad legt er bis zu 10.000 Kilometer pro Jahr zurück. Dabei lässt er sich nicht von seiner Parkinson-Erkrankung ausbremsen. Stattdessen sorgt er auch diesbezüglich für andere: Schnelle hat einen Gesprächskreis für Parkinson-Patienten ins Leben gerufen.

Von Amelie Thiemann