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Langlingen Aller-Haus in Langlingen eröffnet
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Langlingen Aller-Haus in Langlingen eröffnet
17:58 09.11.2014
Von Simon Ziegler
"Füllen Sie das Haus mit Leben, damit es seinem Namen alle Ehre macht": Samtgemeindebürgermeister Helfried Pohndorf, Pastor Wildrik Piper und Bürgermeister Ernst-Ingolf Angermann (von links) freuen sich über den neuen Anbau (rechts) und die Sanierung des Gemeindehauses (hinten).  Quelle: Simon Ziegler
Langlingen

Feierstunde in Langlingen: Gemeinde, Kirche und Bürger haben nach einem Gottesdienst in der Johannis-Kirche am Sonntagmittag die Eröffnung des "Aller-Hauses", das Haus aller Bürger, gefeiert. "Entstanden ist ein Gebäude, das sich trotz der Denkmalschutzvorgaben hervorragend in unseren Dorfmittelpunkt einfügt", sagte Bürgermeister Ernst-Ingolf Angermann vor rund 150 Gästen. Das Gebäude sei eine große Bereicherung für die Gemeinde.

Es sei eine glückliche Fügung gewesen, dass die Kirche zur selben Zeit die Sanierung des Gemeindesaals geplant habe, sagte er. So konnte die Idee eines gemeinsamen Hauses entwickelt werden. Synergieeffekte ließen sich etwa bei den Sanitäreinrichtungen und der Küche erzielen.

"Wenn sich dieser gute Geist weiter ausbreitet, habe ich überhaupt keine Sorgen um Langlingen, Nienhof und Hohnebostel", sagte Pastor Wildrik Piper im Beisein von Celles Superintendent Hans-Georg Sundermann. Ein "Meilenstein der Region Aller-Fuhse-Aue" sei das "Aller-Haus", erklärte Flotwedels Samtgemeindebürgermeister Helfried Pohndorf. "Füllen Sie das Haus mit Leben, damit es seinem Namen alle Ehre macht", forderte er die Bürger auf.

Der stellvertretende Landrat Ulrich Kaiser betonte, dass ein solcher Neubau "die richtige Antwort auf die Diskussionen um den ländlichen Raum" sei. Das "Aller-Haus" sei ein Akzent in Sachen demografischer Wandel. "Es ist wichtig, auch jungen Familien deutlich zu machen, dass es Spaß macht, auf dem Dorf zu leben", so Kaiser.

Das neue Dorfgemeinschaftshaus ist innerhalb weniger Monate fertiggestellt worden. Baubeginn war Mitte April, am 18. September erfolgte die Bauabnahme. Im Anbau stehen etwa 140 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Das neue Gebäude hat rund 355.000 Euro gekostet. Für die Sanierung des Altbaus fällt für die Kirche ein Betrag von rund 220.000 Euro an. Für beide Bauten zusammen gab es Fördermittel von 180.000 Euro. Um die Kosten für die Gemeinde etwas zu drücken, wurden gestern symbolisch Stühle verkauft. Bürger konnten sich für 98 Euro einen Stuhl "kaufen".

Der kürzlich gegründete Förderverein "Langlinger Dorfleben" um den Vorsitzenden Hans-Hermann Kerl wird die Veranstaltungen im neuen Begegnungszentrum koordinieren. Laut Angermann gibt es bereits eine Liste mit Terminen verschiedenster Angebote, die von Gesangs- und Tangoabenden bis zum Suppentag reichen.

Am Rande der Veranstaltung erneuerte Rolf Meyer (SPD) seine Kritik an den Kosten des Hauses. "Gegen den Bau haben wir nie etwas gehabt. Wir haben die Geschwindigkeit der Umsetzung und die hohen Kosten kritisiert. Wenn man sich mehr Zeit gelassen hätte, hätte man durch mehr Eigenleistungen Geld sparen können", sagte der Sozialdemokrat.