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Langlingen Angermann fragt Regierung nach Schutz vor Wölfen
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Langlingen Angermann fragt Regierung nach Schutz vor Wölfen
17:07 02.12.2013
Langlingen

Der Politiker will von der Landesregierung wissen, wie sie künftig grundsätzlich mit Wolfsansiedlungen umgehen will und welche Konsequenzen daraus für Menschen und Nutztierhalter resultieren. Bereits nach dem Angriff von Wölfen auf Schafe bei Meißendorf im September hatte Angermann die Landesregierung gefragt, wie die Verluste der Tierhalter künftig entschädigt werden.

Der Abgeordnete ist der Auffassung, dass wegen der häufigen Zwischenfälle eine schnelle Lösung für die Tierhalter im ländlichen Raum gefunden werden müsse. Neben dem allgemeinen Schutz für Nutztiere vor Wolfsübergriffen fragt Angermann die Landesregierung nach Soforthilfen für die Halter nach Angriffen sowie nach finanzieller Unterstützung für Präventivmaßnahmen zum Schutz des Viehs.

Da mit einer jährlich wachsenden Population und somit mit einer flächendeckenden Verbreitung des Wolfs in der Region zu rechnen sei, müsse über Lösungen nachgedacht werden. "Letztlich muss der Schutz der Menschen wie auch Nutztiere gesichert sein“ sagt Angermann. Er sehe die weitere Entwicklung mit Sorge. "Ein Raubtier ohne natürliche Feinde wird sich ungehindert weiter vermehren. In absehbarer Zeit werden wir uns voraussichtlich die Frage stellen müssen, wie viele Wölfe verträgt unser natürliches und gesellschaftliches Umfeld“. Eine Antwort der Landesregierung auf die schriftliche Anfrage soll noch vor Weihnachten erfolgen.

Zur Rückkehr des Wolfs in den Landkreis Celle veranstaltet die Cellesche Zeitung am Dienstag, 10. Dezember, um 19 Uhr im Stadthaus Bergen eine öffentliche Podiumsdiskussion. Eingeladen sind Dr. Britta Habbe, Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft, Inka Burow, Sprecherin des Umweltministeriums in Hannover, Mathias Brockob vom Landesschafzuchtverband sowie ein Vertreter der Kreisjägerschaft. Es moderieren die CZ-Lokalredakteure Tore Harmening und Joachim Gries, zu Wort kommen sollen auch die Zuhörer.

Von Joachim Gries