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Langlingen Effektiver Hochwasserschutz im Kreis Celle gefordert
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Langlingen Effektiver Hochwasserschutz im Kreis Celle gefordert
18:53 04.03.2015
Hochwasserkonferenz Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Nienhof

Etwa 60 Gäste aus Verbänden und Kommunen entlang der Aller, der Oker und der Fuhse waren seiner Einladung gefolgt. Als Referenten hatte Angermann die Initiatoren des Pilotprojekts "Integrierter Hochwasserschutz Nördliches Harzvorland", den Landtagsabgeordneten Frank Oesterhelweg und den Bürgermeister der Gemeinde Schladen-Werla, Andreas Memmert, eingeladen.

Sie stellten in ihren Vorträgen die Hintergründe, den Ablauf und die Erarbeitung der Planungen zum Hochwasserschutz in ihrer Region vor. Dabei wurde ersichtlich, wie in gemeinsamen Abstimmungen zwischen den betroffenen Kommunen, der Landwirtschaft und den Naturschutzverbänden mit der Erarbeitung von Deichverstärkungen und Retentionsflächen sowie der Einwerbung von Fördermitteln erfolgreich Hochwasserschutz betrieben werden kann.

„Wir brauchen auch im Landkreis Celle einen nachhaltigen und effektiven Hochwasserschutz“, sagte Angermann einleitend und wies auf die hohen Schäden des Hochwassers 2013 hin. „Bei einem HQ 100 wären zudem erhebliche Wohnbereiche wie in Winsen mit über 500 Wohneinheiten betroffen.“

Das Land will nach Angermanns Angaben den Hochwasserschutz verstärkt fördern, deshalb müsse aus seiner Sicht nun auch im Celler Raum gehandelt werden. Gehe man das Thema jetzt an, sei eine Förderung nicht unwahrscheinlich.

Eine größere Einzugsfläche sei sinnvoll, sagte Flotwedels Samtgemeindebürgermeister Helfried H. Pohndorf, der die Veranstaltung in Nienhof verfolgt hatte. „Als Kommune stellen wir jedes Jahr einen Antrag beim Land, der abgelehnt wird.“ Deshalb müsse man über größere Einheiten nachdenken, eventuell sei auch eine Förderung über Leader möglich. Über die Verwaltungsebene werde er bei den Nachbarkommunen abklopfen, ob das Bedürfnis nach einem gemeinsamen Handeln vorhanden sei.

Für Pohndorf geht es nicht nur um bauliche Veränderungen an Hochwasserschutzeinrichtungen, es sei auch möglich, dass die Landwirtschaft auf Flächen verzichte, die dann als Retentionsflächen genutzt werden können. „Wenn wir in zehn Jahren ein Ergebnis abliefern könnten, wäre das schön“, lautet Pohndorfs Fazit.

Von Joachim Gries