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Langlingen Gemeinde Langlingen will neues Baugebiet ausweisen
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17:31 06.04.2016
Langlingen

Die CDU-Fraktion hatte mit Blick auf die wenigen Baugrundstücke, die im Kälberrähr noch verblieben sind, den Antrag gestellt, jetzt die Planung für ein neues Baugebiet aufzunehmen. Damit solle jetzt begonnen werden, da ein neuer Bebauungsplan erfahrungsgemäß mehrere Jahre bis zum Verkauf des ersten Grundstücks benötige.

Zehn Grundstücke seien im Moment im Kälberrähr noch unbebaut, doch faktisch seien im Moment nur noch vier frei, sagte Langlingens Gemeindedirektor Helfried H. Pohndorf. Das habe eine Anfrage der Gemeinde bei den Eigentümern ergeben. Die jetzt ins Auge gefasste Fläche zwischen alter Bahntrasse, Kreisstraße 51 und dem Kälberrähr ist nach Pohndorfs Angaben etwa drei Hektar groß, angedacht sei, hier 25 bis 30 Bauplätze auszuweisen. Die Erschließung soll nach dem Wunsch des Rates über die Kreisstraße erfolgen, da der Koppelweg und die Straße im Brande, die beide erst kürzlich ausgebaut wurden, zu stark belastet würden.

In einer der nächsten Sitzung soll jetzt offiziell der Aufstellungsbeschluss für den neuen Bebauungsplan gefasst werden. Erst wenn er vorliege, mache es Sinn, nach einem Erschließungsträger zu suchen, meinte der Gemeindedirektor. Die CDU hatte beantragt, sofort Kontakt zu Erschließungsträgern aufzunehmen.

Breiten Raum nahm in der zweistündigen Ratssitzung das Thema Windenergie ein. Speziell über die Stellungnahme zur 17. Änderung des Flächenutzungsplanes der Samtgemeinde Flotwedel sei kontrovers diskutiert worden. Die SPD habe Widersprüche im Umweltbericht gesehen, "die wir nicht gesehen haben", sagte Pohndorf. Ergebnis der Debatte war, dass der Rat mit sieben Ja-Stimmen bei fünf Enthaltungen eine Stellungnahme ablehnte.

Einstimmig hingegen wurde beschlossen, dass die Gemeinde Langlingen ihre Stellungnahme zur Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Uetze erneuert. Im Februar hatten Bröckel und Langlingen erhebliche Bedenken gegen die Uetzer Pläne angemeldet. Dort soll die Konzentrationswirkung für die für die Windenergienutzung im gesamten Gemeindegebiet aufgehoben werden. Vor allem in Bröckel wird befürchtet, dass damit südlich des Ortes zahlreiche Windkraftanlagen gebaut werden. Gleichzeitig hat aber die Region Hannover im jüngsten Entwurf ihres Regionalen Raumordnungsprogramms die Flächen für Windenergienutzung in diesem Bereich reduziert.

Zum Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogramms der Region Hannover gab der Langlinger Rat wiederum keine Stellungnahme ab. "Das betrifft die Gemeinde Langlingen ja nicht", sagte Pohndorf zur Begründung.

Von Joachim Gries