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Langlingen Im Himmel droht Dunkelheit
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17:47 07.12.2011
Am Montag wurde noch ohne Kost¸me geprobt - und bei einem originellen Versprecher lachten Sonja Sonnenstrahl (Alicia Frˆhlich), Sebastian Sternenputzer (Dirk G¸nther) und Milchstraflenpolizist Michael Milchmann (Markus Lingner) herzlich. Quelle: Joachim Gries
Nienhof

Himmlisch wird es zugehen, wenn die Nienhofer Laienspieler ihr Weihnachtsmärchen aufführen. „Sebastian Sternenputzer und der Sonnenstrahl“ heißt das Stück, das morgen und Sonnabend jeweils um 15 und 18 Uhr aufgeführt wird. Es spielt im Himmel, da geht es mitunter turbulent zu. Die Zuschauer werden in das Geschehen einbezogen.

Ursprünglich wollte Iris Ferbitz, die Regie führt, „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner aufführen, doch dann setzte sich die Erkenntnis durch, dass ein Märchen zu Weihnachten besser wäre. Also wurde auf den Dreiakter umgestiegen. Das Stück wurde vor zehn, zwölf Jahren schon mal in Nienhof aufgeführt, erinnert sich Ferbitz. Sie sprang als Regisseurin ein, weil sich ihr Vater Heinz Koslowski, bei dem bisher die Fäden zusammenliefen, vom Schlaganfall erholt. Ihr zur Seite stehen Regieassistentin Manuela Rosenau und Inspezientin Angelika Fröhlich.

Die erste Probe fand am 7. Oktober statt. Sonntagnachmittag wurde das Bühnenbild im Saal des Gasthauses Duda aufgebaut, seit Montag wird dort jeden Abend geprobt, heute ist Generalprobe. Und dann müssen die acht Schauspieler zeigen, wie gut sie ihre Rollen beherrschen. Tami Ferbitz und Dina Bock als Schnick und Schnack, die frechen Sternenhüpfer, sind mit 15 und 12 Jahren die Jüngsten auf der Bühne.

Wanda Wolkenfrau (Anne Meyer) ist ganz aufgeregt, der Schlüssel zum Tagtor ist weg. Als sie sich an Milchstraßenpolizist Michael Milchmann (Markus Lingner) wendet, taucht gerade Siegfried Sandmann (Stefan Kreutz) auf. „Was macht die hier spät in der Nacht?“, fragt sich Michael Milchmann, als er auf Sonja Sonnenstrahl trifft. Er merkt nicht, dass sie den Schlüssel „ausgeliehen“ hat. Doch Sebastian Sternenputzer (Dirk Günther) legt ein gutes Wort für sie ein – und verliebt sich ein bisschen in sie.

Als die beiden gerade abgelenkt sind, nehmen Schnick und Schnack den Schlüssel an sich und verstecken ihn. Auch die Schattenhexe (Ute Baars) ist hinter dem Schlüssel her, sie will für ständige Dunkelheit sorgen. Und sie weiß, wie man mit leckeren Bonbons die Sternenhüpfer hervorlocken kann. Mit vereinten Kräften wird die Schattenhexe besiegt, im Himmel kehrt wieder Ordnung ein.

Den Zuschauern werden witzige Dialoge geboten. Bei der Probe griff Iris Ferbitz noch ein und forderte von ihren Schauspielern mehr Lockerheit. Sie ist aber überzeugt: „Die stellt sich bei den Aufführungen automatisch ein“.

Einen Vorverkauf gibt es nicht, rechtzeitiges Erscheinen sichert eine Karte für die jeweils 120 Plätze. Die Kasse öffnet eine Stunde vorher. Kinder zahlen 3 Euro Eintritt, Erwachsene 5 Euro.

Von Joachim Gries