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Langlingen Kinder bauen in Langlingen Drachen
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Langlingen Kinder bauen in Langlingen Drachen
23:32 27.06.2016
Sarah, Jan und Delia (von links) freuen sich, dass ihre gebastelten Drachen am Ende fliegen. Sie hatten viel Spaß bei der Ferienpass-Aktion. Quelle: Alex Sorokin
Langlingen

Diese Drachenform stammt bereits aus dem alten China, aus der Ming-Dynastie, wie Betreuer Mirco Röker stolz erklärt. Die Stimmung ist gut, die Kinder haben viel Spaß und tauschen lustige, kleine Geschichten über Schule, Familie und Ferien aus, während sie an den simplen Drachen arbeiten. Sie erzählen sich stolz, wohin sie in den Urlaub fahren und welche anderen Ferienpässe sie gebucht haben. Das Ausschneiden der Form geht dabei leicht von der Hand. „Sie sind einfach zu basteln“, erklärt Heike Moch, Jugendpflegerin vom Langlinger Jugendtreff. „Sie sind mit die effektivsten Drachen, weil sie fast keinen Wind brauchen. Das macht sie perfekt für den Sommer.“

Trotz der übersichtlichen Gruppe sind die Betreuer aber nicht enttäuscht. „Sled ist halt kein bekannter Begriff“, so die Jugendpflegerin mit einem Schulterzucken. „Im Herbst könnte es aber auch anders sein“, wirft Röker ein, schließlich sei das die eigentliche Jahreszeit für Drachensteigen. Aber beide beteuern, dass es ihnen nichts ausmacht, bloß für drei Kinder dort zu erscheinen. „Wir wären auch für nur ein Kind gekommen. Beim Basteln ist das ja selbstverständlich“, versichert Moch.

Die nächsten Ferienpässe seien fast alle ausgebucht, es besteht also kein Grund zur Sorge, dass die Kinder sich nicht für die Aktionen in Langlingen und Umgebung interessieren. Jan, Sarah und Delia haben sich selbst für mindestens zehn andere Ferienpässe beworben, teilweise stehen sie sogar noch auf der Warteliste.

Die fertig ausgeschnittenen Sleds werden dann später schön bunt mit wetterbeständiger und wasserfester Farbe bemalt. Es gibt Herzen, Mond und Sterne und der neunjährige Jan pinselt grinsend das Illuminati-Zeichen auf das dünne Papier, ein Witz aus dem Schulunterricht, der für Augenverdrehen bei den Mädchen sorgt. Farbenfroh sind die Drachen aber alle geworden.

„Das Beste ist am Ende, wenn er fliegt“, freut sich Delia (10) schon, die den Drachen für sich selbst bastelt. Ihre ebenfalls zehnjährige Freundin Sarah, mit der sie nach dem Sommer auf die höhere Schule wechselt, überlegt noch, ob sie ihren Sled nicht vielleicht später ihrer Mutter schenken soll. Die drei haben zu Hause keine eigenen Drachen. Einen Sled gebaut haben sie auch noch nie. Deshalb freuen sich die Kinder bereits besonders auf das Ergebnis. Schließlich haben sie fleißig den ganzen Nachmittag daran gesessen.

Am Ende testen Jan, Sarah und Delia dann ihre neuen Drachen auf der Wiese draußen und freuen sich, dass sie funktionieren. Zufrieden gehen sie mit ihrem Werk nach Haus.

Von Rabe Tabea