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Langlingen Neues Gemeindehaus soll allen Langlingern offenstehen
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17:04 21.02.2014
Langlingen

Dann nämlich, wenn bei der Ausschreibung eine Gesamtsumme herauskommt, die die beiden Partner nicht bewältigen können. Bei der Bürgerversammlung am Donnerstagabend in Langlingen überwog aber kurz vor dem bevorstehenden Baubeginn trotz einiger kritischer Fragen Optimismus.

Gut 50 Einwohner verfolgten die Vorstellung des Projekts durch Pastor Wildrik Piper und Bürgermeister Ernst-Ingolf Angermann. Sie zeigten die Pläne des Architekten mit Außen- und Innenansichten sowie Grundrissen und erläuterten, was sich künftig in dem Gebäude abspielen soll. Angermann erinnerte daran, dass man bereits vor zwei Jahren an gleicher Stelle zusammengekommen sei und sich Gedanken über einen Ort gemacht haben, an dem sich die Generationen treffen könnten. Im vergangenen Jahr sei die Planung vorangetrieben worden, dennoch sei man im Oktober von dem Signal überrascht worden, dass kurzfristig noch Fördergelder für das Projekt bereitstehen.

Das sorgt jetzt für einen gewissen Zeitdruck, denn bis zum Jahresende müssen nicht nur Umbau und Anbau fertig sein, die Arbeiten müssen auch abgerechnet sein. Für den Umbau des kirchlichen Bereichs, der im Bestand eine energetische Sanierung, den Einbau bodentiefer Fenster sowie neuer Sanitäranlagen einschließlich einer Behindertentoilette sowie im Pfarrhaus den Ausbau eines Besprechungsraums vorsieht, erwartet Piper die Umsetzung der meisten Arbeiten bis zu den Sommerferien. Der von der politischen Gemeinde zu finanzierende Anbau, der einen Saal für etwa 50 Personen, dazu eine Küche mit zwei Herden und Nebenräume für Vorräte und Stühle vorsieht, dürfte mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Die Vorbereitung des Bauplatzes mit Unterstützung durch die Bevölkerung ist für den 1. März vorgesehen, anschließend wird das erste gemeinsame Grillen auf der Baustelle stattfinden. Das soll sich dann monatlich wiederholen, damit die Bevölkerung die Baufortschritte nachvollziehen kann. Unmittelbar nach der Submission am 12. März sollen dann die Firmen loslegen.

Die Kirche rechnet mit Gesamtkosten von 219.000 Euro, wovon 80.000 Euro als Zuschuss bereitstehen. Auf die Gemeinde kommen nach derzeitigen Planungsstand 360.000 Euro zu, wovon 100.000 Euro auf den EU-Zuschuss entfallen. Angermann geht aber davon aus, dass es Einsparmöglichkeiten gibt und sich die Ausgaben der Kommune auf 320.000 Euro reduzieren lassen. Dass die Gemeinde in diesem Jahr einen Kredit von 130.000 Euro aufnehmen muss, räumte er ein. „Jetzt haben wir ein Projekt, das Langlingen nach vorne bringt. Das sollte es uns wert sein“, sagte der Bürgermeister. (jg)

Die Frage nach der Höhe der Erbpacht, die die Gemeinde für die Nutzung des Grundstücks an die Kirche zahlen muss, wurde nicht konkret beantwortet. Es werde lediglich ein symbolischer Betrag anfallen, versicherte Pieper.

„Was hier passiert, entscheiden die Menschen, die mitmachen“, sagte der Pastor. Ihm schwebe zum Beispiel ein gemeinsames Essen einmal wöchentlich vor. Ob Schachclub, Gitarren- oder Kochkurs, alles sei in den Räumen möglich. Allerdings dürfe das nicht zu Lasten der örtlichen Gastronomie gehen. „Es gibt hier keine privaten Feiern“, versicherte der Pastor.

Von Joachim Gries