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Langlingen Pflege der Exponate ist ständige Aufgabe im Dorfmuseum Langlingen
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Langlingen Pflege der Exponate ist ständige Aufgabe im Dorfmuseum Langlingen
18:22 30.01.2017
Langlingen

An insgesamt acht Öffnungstagen wurden 2016 insgesamt rund 2000 Besucher gezählt. Der stärkste Andrang wurde am Kräutergarten- und Handwerkertag mit 300 sowie am Erntedanktag mit 700 Gästen registriert. An den übrigen Öffnungstagen waren es zusammen rund 900, sieben Gruppen sorgten für weitere 160 Besucher. 2016 beteiligte sich das Dorfmuseum an der FlotArt und nutzte dabei auch das Langlinger Allerhaus, beim Großmaschinentag unterstützen Hobbygärtner die Ausstellung mit ihren Zweiradschleppern.

Der Erntedanktag ist für das Museum nach Surborgs Aussage immer eine besondere Herausforderung. Sind alle Stationen besetzt, sind rund 50 Personen im Einsatz, stellen alte Technik vor, präsentieren und erklären Arbeitsabläufe. Der Förderkreis hat 130 Mitglieder, dazu kommt Unterstützung von den Landfrauen, dem Treckerclub Langlingen und dem Verein Langlinger Dorfleben. Da im Museum kein Eintritt genommen wird, sorgt nur der Verkauf von Speisen und Getränken für zufriedenstellende Einnahmen.

2017 soll nach Surborgs Angaben am bewährten Konzept festgehalten werden. Erster Öffnungstag ist wieder im April, am Internationalen Museumstag im Mai beteiligt sich das Dorfmuseum ebenfalls, im Juni sollen Modelleisenbahn-Raritäten gezeigt werden, die Öffnung im September soll mit einem Weinfest verbunden werden. Zudem soll im Frühjahr ein Gartengerätehäuschen gebaut werden. Und der Internetauftritt soll verbessert werden.

Ständige Aufgabe ist nach Surborgs Angaben die Verbesserung der Ausstellungen und die Pflege der Exponate sowie die weitere Mitarbeit an der Leader-Projektgruppe „Lebendiges Archiv“. „Eigentlich ist das eine Aufgabe der Heimatvereine, aber wir üben ja in Langlingen eine ähnliche Funktion aus“, sagt Surborg.

Sollte es in diesem Jahr zur Erntezeit eine stabile Hochdruckwetterlage geben, wird nach Surborgs Worten ein Roggenmähen für die Öffentlichkeit stattfinden – mit dem Mähbinder hinter einem Schlepper, eventuell sogar mit der Sense. Es werde immer schwieriger, die reine Handarbeit zu zeigen, die Akteure, die noch mit der Sense umgehen könnten, seien inzwischen Mitte 70 bis Anfang 80.

Vier Wünsche formuliert der Förderkreis-Vorsitzende für dieses Jahr: Alle Aktiven mögen gesund bleiben, gutes Wetter an allen Öffnungstagen sowie die Belohnung der Vorbereitungen durch gute Besucherzahlen. „Und alle Beteiligten sollen ihren Spaß behalten, damit die Mitarbeit nicht zum Stress wird.“

Von Joachim Gries