Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Langlingen Stirbt die Esche im Celler Land aus?
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Langlingen Stirbt die Esche im Celler Land aus?
07:48 15.02.2018
Von Audrey-Lynn Struck
Quelle: Oliver Knoblich
Nienhof

"Er kommt aus dem asiatischen Raum und profitiert vom Klimawandel", so Landkreis-Pressesprecher Tore Harmening. Immer mehr Bäume werden von dem Erreger befallen, mittlerweile hat sich in diesem Zusammenhang der Begriff Eschentriebsterben etabliert.

2007 wurde der Pilz zum ersten Mal in Deutschland nachgewiesen. Danach ging es Schlag auf Schlag. Der Pilz etablierte sich in 22 Ländern in Nord-, Ost- und Mitteleuropa. "Alle Eschen, die wir heranziehen, gehen früher oder später kaputt", erklärt der Celler Revierleiter Sören Obermann den Grund für die Empfehlung, vorläufig keine Eschen mehr anzubauen. Präventionsmaßnahmen, um die Bäume zu schützen, gebe es bisher nicht. Solange die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt keine Forschungsergebnisse hat, wie das Eschentriebsterben aufzuhalten ist, setzen die Förster mit dem Pflanzen der Eschen aus.

"Einige Fachleute gehen davon aus, dass die Baumart Esche in großer räumlicher Ausdehnung aussterben wird", sagt Harmening. Davon möchte Revierleiter Obermann noch nichts wissen und weist auf einen ähnlichen Fall in den 90er Jahren hin. Damals war für das sogenannte Ulmensterben ebenfalls ein Pilz verantwortlich, der allerdings über einen anderen Weg übertragen wurde. Die Ulme reagierte und passte ihre Resistenz an. "Das hoffen wir auch bei der Esche. Die Natur hilft sich mitunter selbst und wir Menschen untersuchen hinterher die Genetik der resistenten Bäume, um den Vorgang dahinter zu verstehen", sagt Obermann.

Der Pilz verbreite sich im ganzen Baum, von den Feinwurzeln bis zu den Feinästen. Während sich oben die Krone lichtet, verliert die Esche im Boden ihren Halt. "Die Bäume können dann auch ohne Wind umkippen", sagt Obermann. Landkreis-Sprecher Harmening ergänzt: "Immer wieder brechen Äste ohne erkennbaren Grund ab und landen im Seitenraum oder auf der Fahrbahn."

Zwischen Helmerkamp und Nienhof ist seit Mittwoch die Kreisstraße 47 für den Durchgangsverkehr komplett gesperrt. Im Auftrag des Landkreises entfernte die Firma Mark Lindhorst Garten- und Landschaftsbau aus Hermannsburg 33 kranke und abgestorbene Eschen, "um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten" – 14 weitere im Auftrag von Privatpersonen. Zuvor waren bereits im vergangenen Jahr einige Eschen in angrenzenden Waldbereichen durch Forstmitarbeiter gefällt worden. Vier Lindhorst-Mitarbeiter fällten die Bäume mit Hilfe der Hubarbeitsbühne. "Die Stämme sowie das Astwerk werden in unserem Großholzhäcksler zu Hackschnitzeln verarbeitet und dienen der Hackschnitzelverbrennung", hieß es von dem Lohnunternehmen Mark Lindhorst. Schutzvorkehrungen brauchten die Mitarbeiter nicht. Der Pilz ist nicht giftig und stellt lediglich für Eschen eine Gefahr dar.

Er ist das Herzstück der Gemeinde Langlingen: der Dorfplatz. Sei es das Schützenfest oder andere Feierlichkeiten, sämtliche größere Veranstaltungen finden dort statt. Doch vor allem die schlechte Stromversorgung machte immer häufiger den Veranstaltungen einen Strich durch die Rechnung.

Audrey-Lynn Struck 13.02.2018

Der Qualifizierungsausschuss des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) Kreis Celle hat an zwei Wochenenden 14 Trainer-C-Lizenzinhaber in Langlingen fortgebildet. Mit den durchgeführten Lerneinheiten verlängert sich deren DFB-Trainer-C-Lizenz wie auch die Übungsleiter-C-Lizenz (DOSB) um drei weitere Jahre.

06.02.2018

Neubaugebiete mit dicht an dicht stehenden Häusern, immer weniger Höhlen und Wälder und ein zusätzlicher Rückgang der Insekten: alles keine guten Voraussetzungen für Fledermäuse. "Dabei sind allein in Niedersachsen etwa 18 Fledermausarten vertreten", weiß Matthias Frank, Schriftführer beim Nabu-Kreisverband Celle. Damit den Fledermäusen nicht die Lebensweise der Menschen zum Verhängnis wird, steuert der Nabu dagegen.

Audrey-Lynn Struck 31.01.2018