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Langlingen Vergessene Gemüse im Kräutergarten
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17:57 10.06.2012
Elvira Stoltmann erf¸llt den Wunsch nach einer Pflanze. Quelle: Joachim Gries
Langlingen

Andere Besucher schauten sich derweil in dem säuberlich mit niedrigen Buchsbaumhecken gegliederten Garten die Pflanzen an und studierten die dazugehörigen Schilder.

Vor dem Aufkommen des Spinats sei die Melde als Kulturpflanze sehr verbreitet gewesen, heute gelte sie als vergessenes Gemüse, sagte Stoltmann. Das hellgrüne oder weinrote Blattgemüse kam mit den Römern aus dem Mittelmeerraum über die Alpen, mag es feucht und warm, gedeiht dann gut auch auf Sandböden und entwickelt große Blätter, die wie Spinat zubereitet werden können. Krankheiten oder Schädlinge treten dabei kaum auf. Der Nachteil bei der Ernte: Die Blätter werden rasch welk.

Alexander Artmann zeigte gestern etwa 60 unterschiedliche Samen von Busch- und Stangenbohnen, einige baut er auch selber in seinem Garten an. Sie haben Namen wie Black Mexican oder Brunsviga. Die Einbohne wird einzeln ausgesät, sie entwickelt dann ein kräftiges Blattwerk. "Saatgutsparmodell" nannte Stoltmann diese Sorte spaßhaft.

Auch Handwerker zeigten gestern im Dorfmuseum ihr Können. Am Amboss schmiedete Heiner Grabenhorst ein Kaminbesteck, Karl Kuhls stellte die Flachsbearbeitung vor. Er habe gar nicht genug Flachs dabei, sagte Kuhls, auf so viele Besucher war er gar nicht eingestellt.

"Wir profitieren von der Flotart", sagte Rolf Meyer vom Förderverein. Viele Besucher seien zufällig vorbeigekommen.

Von Joachim Gries