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Wienhausen Am Donnerstag geht es um das Allerwehr Osterloh
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Wienhausen Am Donnerstag geht es um das Allerwehr Osterloh
14:13 20.09.2016
Das Wasser der Aller soll wieder durch den Altarm Theewinkel strömen. Dazu soll die Schleuse Osterloh umgebaut werden. Quelle: Thomas Brandt
Bockelskamp

In der vorletzten Woche hatten Vertreter des NLWKN im Rathaus in Wienhausen die Planung der Öffentlichkeit vorgestellt. Vorgesehen ist, dass das Wasser der Aller künftig wieder durch den Altarm fließen soll und so die Barriere für Fische, die Richtung Quelle schwimmen, beseitigt werden soll. Der Altarm soll vor der Schleuse wieder an den Fluss angeschlossen werden. Hier soll ein „Raugerinne“ angelegt werden, das die Fließgeschwndigkeit mindern und Fischen den Aufstieg ermöglichen soll. Die jetzige bewegliche Stauklappe soll durch eine feste Überlaufschwelle ersetzt werden, über die bei Hochwasser ein Teil des Allerwassers fließen kann. Verlegt werden müssen zudem der Radweg, auch muss eine neue Brücke über den Altarm gebaut werden.

Landwirte an der Aller haben Einspruch gegen die Pläne des NLWKN eingelegt. „Wir sind für die Duchgängigkeit der Aller“, sagt Albert Marwedel aus Oppershausen, der als Vertreter der Gemeinde Wienhausen im Unterhaltungsverband Mittelaller sitzt. Man befürchte aber bei mittleren Sommerhochwassern große Schäden und einen Verlust der gesamten Ernte. „Bei mittlerem Hochwasser säuft alles ab“, formuliert es Marwedel drastisch. Er vermutet, dass es dem NLWKN nur ums Geld und um die Einsparung von ein paar Tausend Euro Unterhaltungskosten pro Jahr gehe. Die angerichteten Schäden könnten sich aber auf Millionen belaufen. Ein erhöhter Wasserstand gefährdet nach Ansicht von Marwedel und den Mitunterzeichnern des Einspruches auch die gesamten Wohngebiete in den Dörfern Oppershausen, Wienhausen und Bockelskamp.

Der Flotwedeler Verwaltungschef Helfried H. Pohndorf hatte mit Blick auf den geplanten Umbau der Schleuse die Berücksichtigung des Wassersports gefordert. Er hatte eine Art Draisine für den Transport von Booten zwischen den beiden Einsatzstellen gefordert, da sich die Entfernung wegen der Anbindung des Altarms künftig auf knapp 280 Meter mehr als verdopple. Das Raugerinne könne aber von Kanuten befahren werden, hätten ihm die Experten des NLWKN zugesichtert. Einen mechanischen Bootstransport hätten sie wegen möglicher Vandalismusschäden an der Anlagen abgelehnt.

Umgebaut werden soll an der Osterloher Schleuse ab Herbst 2017, sofern die Finanzierung gesichert ist.

Von Joachim Gries