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Wienhausen Das Bezaubernde in der Natur: Werke von Wolfgang Graue in Wienhausen
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Wienhausen Das Bezaubernde in der Natur: Werke von Wolfgang Graue in Wienhausen
21:09 13.08.2017
Landschaften sind seine Sache: Wolfgang Graue - neben einem seiner Bilder, das im Hintergrund das Celler Schloss zeigt. Quelle: Patryk Reinhardt
Wienhausen

Zehn Jahre kreativen Schaffens präsentiert Wolfgang Graue in Wienhausen – von seinen ersten „herzeigbaren“ Bildern, nachdem er im Ruhestand ernsthaft mit der Malerei begann, bis zu seinen aktuellen Bildern im Fotorealismus. Mit einem Malkursus im Stil von Bob Ross hat es 2006 begonnen. „Ich bin kein Freund von halben Sachen. Was ich mache, mache ich gründlich und ernsthaft. Deshalb bin ich erst im Ruhestand richtig in die Malerei eingestiegen – obwohl ich schon als Kind sehr gerne gemalt habe – und dann habe ich mich ein Jahr lang nur mit dem Erlernen von Technik, dem Umgang mit den Farben und Komposition beschäftigt, bevor es losgehen konnte.“

Landschaften und Detailausschnitte im Naturalismus sind seine Sache – vor allem in Öl. Auch wenn in der Ausstellung ein paar Frauen-Studien in Acryl gezeigt werden. „Ich male, was ich sehe und wie ich es sehe. Es ist die besondere Stimmung, das Bezaubernde in der Natur – manchmal konstant, ein anderes Mal in einem Moment – das mich gefangen nimmt und das ich festhalten möchte“. Die blühende Heidelandschaft gehört zu seinen Lieblingsmotiven. „Die karge Einfachheit und dann dieses intensive Violett …“ – man möchte Wandern gehen in seinen Bildern, die schmalen Wege entlang immer weiter durch ein Blütenmeer, ruhig und friedlich, einfach so dahin.

Dem Meer gehört seine zweite Leidenschaft. Deshalb hat er auch einen Kurs bei Joyce Ortner besucht, einer bekannten Malerin mit der gleichen Obsession. „Das Wasser in seiner Bewegung in Verbindung mit dem Licht – das übt eine ganz besondere Faszination aus. Jede Sekunde ist neu und einzigartig …“. Wolfgang Graue ist kein Freiluftmaler – „der Wind, die kleinen Fliegen …das geht bei meinen Farben schlecht“. Er hält seine Motive mit Fotoapparat oder per Skizzen fest, um sie später in einem Bild umzusetzen – und das geschieht in einem Rutsch, „ich muss dran bleiben, wenn ich länger absetzen müsste, verlöre ich die Lust an dem Bild.“ Seit vier Jahren hat er neue Farben und die „Nass in Nass-Technik“ für sich entdeckt, damit ist er schneller und auch die Reinigung geht leichter.

Von Doris Hennies